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Ulf B. Christen zu der UKSH-Unterstützung

Kommentar Ulf B. Christen zu der UKSH-Unterstützung

Die Landespolitiker lassen ihren Sonntagsreden zumindest beim Universitätsklinikum große Taten folgen. Die geplante Übernahme von 100 Millionen Euro UKSH-Schulden wäre ein wichtiger Schritt, um die Kliniken finanziell auf gesunde Füße zu stellen. Hinzu kommt die bauliche Sanierung des Uniklinikums in Kiel und Lübeck, die im vergangenen Jahr angelaufen ist und mehr als eine halbe Milliarde Euro kostet.

Mit dieser Doppel-Investition wird die Zukunft des landesweit größten Arbeitgebers (12 500 Beschäftigte) gesichert. Allein das ist eine gute Nachricht, zumal Schleswig-Holstein wahrlich nicht zu finanzstärksten Bundesländern zählt. Noch besser wird das Bekenntnis zum UKSH dadurch, dass sich fünf der sechs Fraktionen im Landtag für die finanzielle und bauliche Frischzellenkur der Großklinik einsetzen. Nur die Piraten stehen abseits. Ihre Skepsis mag berechtigt sein. Sie haben aber kein Alternativkonzept.

Ein Selbstgänger ist das UKSH 3.0 nicht. Klinikboss Prof. Jens Scholz muss noch beweisen, dass der Maximalversorger zumindest im Kerngeschäft schwarze Zahlen schreiben kann. Zudem steckt auch hier der Teufel im Detail. Scholz kann nur Kredite loswerden, die in Forschung und Lehre angehäuft wurden. Schulden aus der Krankenversorgung darf das Land nicht übernehmen, weil sonst Privatkliniken einen Wettbewerbsnachteil hätten – und die Hilfsaktion bei der EU in Brüssel stoppen könnten.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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Land will Schulden zahlen
Foto: Mit knapp 300 Millionen Euro ist das Universitätsklinikum verschuldet. Einen großen Teil der finanziellen Last will das Land dem UKSH  nun abnehmen.

Die bisher größte Hilfsaktion für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein ist so gut wie besiegelt. Nach dem Willen von SPD, CDU, Grünen, FDP und SSW soll die Regierung dem UKSH ab 2018 schrittweise bis zu 100 Millionen Euro Schulden abnehmen – allerdings nur, wenn die Unikliniken in Kiel und Lübeck schwarze Zahlen schreiben.

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