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Ulf B. Christen zum Sanierungsprogramm Sportstätten

Kommentar Ulf B. Christen zum Sanierungsprogramm Sportstätten

Die Landesregierung lässt vor der Landtagswahl nichts anbrennen. Heikle Themen wie ein Staatsvertrag mit muslimischen Verbänden werden kurzerhand beerdigt, brisante Forderungen der Opposition mit Zeitverzug teuer erfüllt.

So gibt es (auch dank CDU, FDP und teils der Piraten) inzwischen mehr Polizei in Schleswig-Holstein, ein veritables Investitionsprogramm und demnächst auch einen Eilplan zur Sanierung der maroden Sportstätten im Land.

Nach diesem Muster hat die Regierungskoalition bereits zahlreiche andere Konflikte weggekauft. Das mag parteipolitisch klug sein, weil SPD, Grüne und SSW so im Wahlkampf weniger Angriffsfläche bieten. Solide ist eine solche Politik des Scheckbuchs aber nicht. Schleswig-Holstein muss sparsamer wirtschaften. Ansonsten droht dem Konsolidierungsland nach dem Ende des Wirtschaftsbooms eine bittere Stunde der Wahrheit. So langfristig ist Politik aber leider nicht angelegt, schon gar nicht bei der Spendierkoalition in Kiel.

 Bei aller Kritik am Ausgabenpopulismus der Regierung bleibt festzuhalten, dass zumindest einige Investitionen in die Infrastruktur nötig sind. Dazu gehören auch diverse Sportstätten. Aber auch hier darf es keine Generalabsolution geben. Das Land muss genau prüfen, ob wirklich jede der fast 3800 Sportanlagen nötig ist. Einige Hallen ließen sich besser auslasten, und nicht jeder Dorfverein braucht einen eigenen Sportplatz.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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