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Ulf B. Christen zur Strandgebühr

Ulf B. Christen zur Strandgebühr

Der Vorstoß zur Abschaffung der Strandgebühr in Schleswig-Holstein ist zweifelsohne populär. An diesem (Sommer-)Wochenende werden wieder viele Menschen aus der Kiel-Region an die Ostsee fahren und sich dort fluchend ein Strandticket kaufen, um bei Kontrollen nicht ins Wasser fliehen zu müssen.

Dieses Inkasso schreckt Kurz-Urlauber ab und freut die Ferienbranche in Dänemark. Sie wirbt auch damit, dass der Badespaß im Königreich nichts kostet.

 Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat die Zeichen der Zeit erkannt. Er kann aber nur dafür werben, die Kassenbuden und Ticketautomaten abzureißen. Umsetzen müssen es die Ferienorte. Eckernförde zeigt, wie es geht, taugt aber nur begrenzt als Vorbild. In den großen Badeorten von Sylt über Sankt Peter-Ording bis Grömitz oder Timmendorfer Strand spülen hunderttausende Tagesgäste jährlich Millionen in die Kassen.

 Hinzu kommt eine rechtliche Hürde. Die Ferienorte sind gehalten, Tagesgäste und Dauer-Urlauber gleich zu behandeln. Das ist ein Grund, warum Meyer am liebsten die gesamte Kurtaxe kippen würde. Die Ferienorte verlören dadurch allerdings um die 60 Millionen Euro im Jahr, die sie bisher etwa für Strand, Promenade und Kurpark ausgeben. Eine Anhebung der Tourismusabgabe könnte eine Alternative sein, hätte aber zur Folge, dass die Wirtschaft vom Restaurant über den Supermarkt bis zum Handwerker die Preise erhöhen muss. Kurzum: Ob mit oder ohne (Strand-)Kurtaxe – am Ende zahlt der Bürger.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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