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Ulf B. Christen zur neuen Flüchtlingsunterkunft in Rendsburg

Kommentar Ulf B. Christen zur neuen Flüchtlingsunterkunft in Rendsburg

Die Flüchtlingswelle ebbt bisher nicht ab. Deshalb ist es richtig, dass Innenminister Stefan Studt (SPD) und seine Quartiermeister unermüdlich nach Standorten für neue Erstaufnahmeeinrichtungen suchen. Die Flüchtlinge, darunter Familien mit Kindern, brauchen winterfeste Unterkünfte, eine vernünftige Betreuung und wenn möglich eine städtische Infrastruktur.

Die Rendsburger Feldwebel-Schmid-Kaserne erfüllt alle diese Voraussetzungen. Sie ist also ein Glücksgriff - für die Flüchtlinge, für den Minister und wenn alles gut läuft auch für Rendsburg. Diesen Qualitätsstandard wird Studt in den nächsten Wochen nicht halten können. Der Ausbau der Aufnahmekapazität auf landesweit 25000 Plätze ist nur machbar, wenn jeder denkbare Standort eingehend geprüft wird. Dazu gehört auch das Gewerbegebiet in Bredenbek. Es gilt im Landeshaus nicht als erste Wahl, könnte aber zum Zug kommen, falls der Zustrom an Flüchtlingen 2016 nicht abreißt.

So oder so - Schleswig-Holstein ist für weitere Flüchtlinge gerüstet. Das ist erstens ein Verdienst von Studt & Co und zweitens eine Folge des Kalten Kriegs. Kein anderes Bundesland hat gemessen an der Einwohnerzahl so viele Kasernen. Das weckt Begehrlichkeiten - etwa in Hamburg, das Flüchtlinge bereits in Zelten unterbringt. Hier wird sich bald zeigen, ob den Sonntagsreden über norddeutsche Kooperation Taten folgen.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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