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Ulrich Metschies zu den Förderinstituten

Kommentar Ulrich Metschies zu den Förderinstituten

Natürlich ist eine tüchtige Portion Wahlkampf dabei, wenn Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die Jahrespressekonferenz der drei Förderinstitute des Landes zur eigenen Leistungsschau umfunktioniert.

Seht her, lautet die Botschaft, so gut kümmern wir uns um Unternehmen, die bei den Banken kein Geld bekommen, weil sie im Förderdschungel nicht mehr durchblicken, weil es ihnen an Eigenkapital fehlt oder an Sicherheiten. Doch zieht man mal den Werbeanteil ab, dann bleiben genügend Fakten, um dieser Landesregierung zu attestieren, dass sie in Sachen Unternehmensförderung in den vergangenen Jahren einen guten Job gemacht hat. Sicher: Die Koalition hat die Investitionsbank nicht erfunden, nicht die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft und auch nicht die Bürgschaftsbank. Aber sie hat den Instrumentenkoffer der Förderfamilie kontinuierlich erweitert, verbessert und auf die Belange von Unternehmen und Gründern zugeschnitten, denen es an Ideen nicht mangelt, oft jedoch am nötigen Geld, um die zu marktfähigen Produkten und damit zu Arbeitsplätzen zu machen.

Besonders positiv: Die rund 1,5 Milliarden Euro an Bewilligungsvolumen in den vergangenen vier Jahren hat die „Förderfamilie“ mit einem deutlich reduzierten Anteil an Landesmitteln auf den Weg gebracht. Das allerdings kann nur funktionieren, solange die Ausfallquote so niedrig bleibt, wie sie es derzeit ist. Sollte sich der Wind drehen, kann Wirtschaftsförderung für den Landeshaushalt sehr schnell wieder teuer werden.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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