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Ulrich Metschies zum Filialabbau

Ulrich Metschies zum Filialabbau

Dies ist nicht der erwartete leichte Eingriff ins Filialnetz, die behutsame Nachjustierung. Nein, die Förde Sparkasse stutzt ihre Zweigstellenpräsenz in der Fläche schon recht brachial zurück.

Wenn von 54 mit Personal besetzten Filialen bereits ab Mitte November nur 46 übrig sind, dann ist das eine Veränderung, die viele Kunden des Instituts spüren und beklagen werden.

 Doch was soll die Alternative sein? Klar, das Haus an der Förde ist die größte Sparkasse Schleswig-Holsteins. Sie hat die Kraft, auch wirtschaftlich schwierigere Zeiten durchzustehen. Doch angesichts einer Kostenklemme, die die gesamte Branche erheblich schmerzt und deren Ende nicht ansatzweise abzusehen ist, musste der Vorstand die Reißleine ziehen. Der Einschnitt, der nun vollzogen wird, ist ärgerlich für die Osdorfer, für die Preetzer und auch für viele Kunden in Eckernförde, doch er ist zu verschmerzen. In keinem Fall ist die nächste Filiale so weit entfernt, als dass man von einer großen Härte sprechen könnte.

 Die Rahmenbedingungen sind nun einmal so, wie sie sind: Immer weniger Besucher in den Filialen, immer mehr Nutzer beim Online-Banking, massive Ertragsprobleme aufgrund der Nullzins-Situation und stetig wachsende Regulierungskosten – da muss ein flächendeckendes Filialnetz auf den Prüfstand, und zwar regelmäßig. Die Förde Sparkasse hat so reagiert, dass eine Weile Ruhe herrschen dürfte. Doch der nächste Schnitt wird kommen. Gut, wenn es ohne Stellenabbau geht. Bei der Nospa hat das nicht geklappt.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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