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Ulrich Metschies zum Windenergie-Boom

Kommentar Ulrich Metschies zum Windenergie-Boom

Ohne Windkraft gäbe es die Energiewende nicht. Ohne Windkraft stünde es ums Weltklima noch viel schlechter als es das ohnehin schon tut. Gut also, dass Schleswig-Holstein als Windland bundesweit ganz oben mitspielt.

Doch der Boom, den die HSH Nordbank der Windkraft in Deutschland bescheinigt, wirft Fragen auf. Denn nicht nur die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die mit Abstand wichtigste Öko-Energie haben sich radikal verändert, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen. Bejubelt worden ist der Bau neuer Windräder noch nie, doch der Streit, der sich an den Millionenprojekten heute oftmals entzündet, hat eine neue Dimension erreicht. Er vergiftet nicht selten das zwischenmenschliche Klima in den Dörfern.

 Wie kann es mit der Windkraft weitergehen, ohne dass die Akzeptanzprobleme immer explosiver werden? Wie lassen sich Interessenkonflikte beim Ausweisen von Eignungsflächen minimieren? Wie viel Bürgerbeteiligung ist nötig – und möglich – , ohne den Ausbau dieser klimafreundlichen Energie zu gefährden?

 Per Gerichtsurteil dazu verdonnert, sucht die Landesplanung in Schleswig-Holstein rechtssichere Antworten auf diese Fragen. Dieser Prozess und auch der in der EEG-Reform festgeschriebene Ausbaudeckel bremsen das Windland Nummer zwei in Deutschland. Das ist bitter – einerseits. Andererseits könnte es langfristig heilsam sein, die Ausbauziele ein wenig zu strecken.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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