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Ulrich Metschies zur RMT-Pleite

Kommentar Ulrich Metschies zur RMT-Pleite

Sie kann also auch hart bleiben, die HSH Nordbank. Bis Sonnabend hatte das Institut der Dachgesellschaft des Rickmers Maritime Trust (RMT) aus Singapur Zeit gelassen, eine neue Finanzierungslösung zu finden, um die Flotte von 14 Schiffen in eigener Regie weiterzuführen.

Doch bereits vor Ablauf des Ultimatums hat sich herausgestellt: Die Möglichkeiten des Schuldners, frisches Eigenkapital in ausreichender Menge herbeizuschaffen, reichten nicht aus, RMT wird abgewickelt.

Die Nachricht ist eigentlich nicht sonderlich spektakulär, denn dass Schiffsgesellschaften untergehen, kommt in Zeiten nach wie vor niedriger Charterraten nahezu täglich vor. Interessant ist der Fall aus regionaler Sicht durch zwei Besonderheiten. Erstens zeigt die RMT Pleite, dass die HSH Nordbank nicht schon wieder bereit war, eine notleidende Reederei mit einem millionenschweren Schuldenerlass über Wasser zu halten. Einen Fall „Kortüm-light“ wird es damit also nicht geben. Gut so.

Zweitens: Diese Pleite trifft ein Hamburger Reeder-Urgestein sehr persönlich. Die kriselnde Rickmers-Gruppe ist zwar nur noch zu einem Drittel an der RMT-Holding beteiligt, Aufsichtsratschef Bertram Rickmers ist dort jedoch als Privatperson finanziell engagiert. Und die HSH Nordbank? Für sie ist die Abwicklung von RMT nicht schön, verglichen mit allen anderen Lösungsmöglichkeiten jedoch das kleinere Übel.

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Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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