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Wolf Paarmann zur 20. THW-Meisterschaft

Kommentar Wolf Paarmann zur 20. THW-Meisterschaft

Wer miterlebt hat, wie ausgelassen sich die Mannschaft des THW Kiel nach dem dramatischen Sieg über die TSV Hannover-Burgdorf am Mittwoch über die 20. Meisterschaft in der Handball-Bundesliga gefreut hat, kann abschätzen, wie steinig der Weg war, der Freitag Nacht auf dem Rathausbalkon endete.

Mit Steffen Weinhold, Domagoj Duvnjak und Joan Canellas kaufte der THW zwar absolute Weltstars ein, doch die garantieren in einem Sport, in dem es auf Millimeter und einen extrem langen Atem ankommt, keine Titel. Die Rhein-Neckar Löwen können ein Lied davon singen. Die Badener entwickelten sich erst zu einer echten Konkurrenz, als sie sich auf ein eingespieltes Gefüge verließen.

In Kiel braucht jeder Neue erfahrungsgemäß eine Saison, um sich daran zu gewöhnen, dass hier die Messlatte höher liegt. Bei den Fans, bei denen, die hier seit Jahren spielen, beim Trainer. Auch brachten die Neuen starke Leistungen, tauchten aber auch regelmäßig in Täler unterschiedlicher Tiefe ab. Dazu kam, dass mit Filip Jicha der Anführer acht Monate brauchte, um seine Form zu finden. Im Tor standen zwischendurch ein sehr junger Däne und ein verrenteter Norweger.

Für zusätzlichen Druck sorgte der Fehlstart, der die Kieler mit 4:4 Punkten beginnen ließ – entspannte Rahmenbedingungen sehen anders aus. Dass sie Meister wurden, lag daran, dass sie sich trotzdem, oder gerade deswegen, zu einer Mannschaft zusammenrauften, die sich diesen Titel redlich verdient hat.

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