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Jan v. Schmidt-Phiseldeck zum Ökolandbau

Kommentar Jan v. Schmidt-Phiseldeck zum Ökolandbau

Krisensituationen mussten Landwirte schon seit Jahrzehnten meistern. Doch jetzt ist es mal wieder besonders schlimm: Tiefpreise für Milch oder Schweinefleisch treiben etliche Bauern in den Ruin, weil ihnen eine auf Weltmarktproduktion ausgerichtete Arbeitsweise perspektivisch kaum Raum für Hoffnung lässt.

Dabei könnte das zarte Pflänzlein Ökolandbau durchaus als Hoffnungsträger für etliche Landwirte herhalten: Die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Produkten steigt von Jahr zu Jahr, das Angebot an heimischen Erzeugnissen kann da nicht ansatzweise Schritt halten. Wer als Landwirt aufgrund von Investitionen nicht heillos verschuldet ist und sich mit den Ideen eines weitgehend geschlossenen Stoffkreislaufes anfreunden kann, sollte die Zeichen des Marktes erkennen und handeln. Eine Umstellungsberatung gibt es seit wenigen Wochen über den Ökoring Schleswig-Holstein kostenlos.

Nun ist der Schritt in die durch zahllose Vorschriften geprägte Öko-Branche nicht unbedingt zwingend. Zusammenschlüsse mit anderen Betrieben oder Kooperationen mit Vermarktern könnten erste Schritte in die richtige Richtung sein, um wieder kostendeckend arbeiten zu können. Einen Ansatz dazu haben die Nordbauern geliefert, die sich der Direktvermarktung verschrieben haben. Auch wenn es keine allgemeingültigen Lösungen für die Branche gibt: Wer jetzt nicht den Mut aufbringt, Neues zu denken, verschenkt eine Chance in der Krise.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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