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Kommentar Birgit Holzer zum Bauernprotest

Grenzen blockieren, um die ungeliebte deutsche Konkurrenz einfach nicht mehr ins Land zu lassen – diese Aktion verschafft den französischen Landwirten kurzfristig Aufmerksamkeit. Die öffentliche Meinung in Frankreich steht überwiegend verständnisvoll hinter den aufgebrachten Bauern, obwohl sie Verkehrschaos provoziert haben.

Doch solche Methoden widersprechen dem freien Güterverkehr in Europa. Protektionismus ist kein geeignetes Mittel.

Die Regierung hat großes Interesse daran, die Landwirtschaft zu unterstützen, die in Frankreich Tradition hat, aber im internationalen Vergleich abgehängt wird. So war es zwar notwendig, den Betroffenen Hilfe anzubieten. Doch letztlich geht es den Bauern wie vielen anderen Branchen auch: Sie leiden an zu hohen Arbeitskosten, da die Betriebe relativ hohe Steuern und Abgaben bezahlen müssen. Hier gilt es anzusetzen mit einer Gesetzgebung, die die Unternehmen flexibler und wettbewerbsfähiger macht, um auch den Export anzukurbeln.

Französische Betriebe sind meist klein und schlecht gewappnet gegen die internationale Konkurrenz. Für sie ist es sinnvoll, mit dem Siegel „Made in France“ zu werben, denn die Franzosen geben deutlich mehr für Lebensmittel aus als die Deutschen. Die Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten wächst. Das eröffnet Chancen für die Landwirte. Für ihre Zukunft können sie mehr tun, als mit Traktoren Grenzen zu blockieren.

Von Birgit Holzer

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