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Die soziale Not ist geblieben

Tafel-Bilanz Die soziale Not ist geblieben

Rund 1000 Menschen mit kleinem Budget sind auf die gespendeten Lebensmittel der Eckernförder Tafel angewiesen. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sei zwar in diesem Jahr gesunken, bilanziert Tafel-Leiter Reinhard Schmidt. Nicht aber die Zahl der Personen, die dahinter stehen.

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Drei von 72 ehrenamtlichen Tafel-Helfern: Heike Silz, Dieter Winter und Monika Krüger (v.l.) sortieren die gespendeten Lebensmittel.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Die soziale Not ist weiter gegenwärtig. „Von 2009 bis 2017 hatten wir einen wahnsinnigen Anstieg bei den Tafel-Nutzern“, sagt Schmidt. Von vormals 400 ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften zwar auf 250 gesunken. Dafür haben sich die Gemeinschaften vergrößert. Auch 300 Kinder im Alter zwischen 0 und 17 Jahren sind gelistet. Die Tafel versucht mit Hilfe von Sponsoren, den Schulanfängern darunter einen Ranzen zu verschaffen, damit sie einen guten Start haben.

„Wir sind froh über viele Unterstützer, die mit uns rudern“, sagt Schmidt. Beispielsweise lädt Rotaract, die Rotary-Nachwuchsorganisation, bereits im dritten Jahr 20 Tafel-Kinder ein, um mit ihnen einen Segelausflug zu unternehmen. Donnerstag brachte zudem eine Delegation der Klasse 10a der Peter-Ustinov-Schule selbstgebackene Kekse für die Tafel-Nutzer vorbei. „Wir wollten etwas Gutes dazu beitragen und ein bisschen Weihnachtsstimmung verbreiten“, sagt Paulina Claire Feuerhak (15).

Viel ehrenamtliches Engagement steckt hinter der Tafel. Als Schmidt vor zehn Jahren die Einrichtung übernahm, zählte er knapp 19 Mitstreiter. Heute sind es 72 Helfer, die Freizeit für den guten Zweck opfern. Gerade in der Weihnachtszeit kommt auch etwas zurück von den Tafel-Nutzern. „Viele wollen Danke sagen“, weiß Schmidt. Eine alte Dame beispielsweise strickt immer Socken für das Helfer-Team.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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