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Eckernförde 80 Prozent der Fischer machen mit
Lokales Eckernförde 80 Prozent der Fischer machen mit
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16:09 21.11.2017
Von Tilmann Post
Gemeinsam für den Schweinswalschutz: Minister Robert Habeck (von rechts), Benjamin Schmöde (Landesfischereiverband) und Claus Müller (Ostsee-Info-Center) zeigen eines der neuartigen Pinger-Geräte für Fischernetze. Quelle: tilmann Post
Eckernförde

Die war vor vier Jahren zwischen dem Land und den Fischereiverbänden geschlossen worden. Damit verpflichten sich die Fischer, ihre Netze während der Kalbungszeit im Juli und August zu verkürzen, damit weniger Tiere darin verenden. Der Auftakt im Jahr 2013 war noch mit viel Skepsis verbunden, berichtete Habeck am Dienstag bei einer Konferenz aller Teilnehmer im Ostsee-Info-Center in Eckernförde, das die Regeln überwacht. Inzwischen sei das Projekt jedoch zu einem großen Erfolg geworden, der die „berechtigten Interessen der Fischerei und des Naturschutzes“ verbinde. Gleichzeitig entwickle sich die Vereinbarung weiter, denn derzeit werden kleine Geräte (Porpoise Alert, PAL) an die Teilnehmer-Fischer verteilt. Sie werden an die Stellnetze montiert, wo sie Signale aussenden. Dadurch wird verhindert, dass Schweinswale in die Netze schwimmen. Zum Projekt gehören auch Regeln zum Schutz von Tauchenten.

Naturschutzverbände kritisieren die freiwillige Vereinbarung

Während der Konferenz wurde jedoch auch klar, dass Naturschutzverbände der freiwilligen Vereinbarung durchaus kritisch gegenüber stehen. Schweinswale und Tauchenten seien gesetzlich geschützte Arten, so Heike Vesper vom World Wildlife Fund Deutschland. „Deshalb müssen wir jetzt schauen, ob die Selbstverpflichtung wirksam ist. Das ist zweifelhaft.“

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