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Eckernförde Spenden für Louisa fließen in Forschung
Lokales Eckernförde Spenden für Louisa fließen in Forschung
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05:59 06.12.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Melanie Kuhlmann (mit Tochter Ebba) freut sich wie auch Pastor Okke Breckling-Jensen über über die hohe Spendensumme. Nachdem Tochter Louisa an Tango2 starb, soll das Geld in die Erforschung der seltenen Krankheit fließen. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Altenholz

Am Morgen war Ebba (1) erstmals zum Eingewöhnen im Kieler Kindergarten der DRK-Heinrich-Schwestern. „Oh, Louisas Schwester kommt!“, hieß es dort zur Begrüßung: Melanie Kuhlmann lächelt, als sie davon erzählt. Louisa, die am 10. August an der seltenen Stoffwechselkrankheit Tango2 starb, sei dort immer noch sehr präsent, freut sich die Altenholzerin.

Tango2 soll bekannter werden

Die Kuhlmanns wollen die Wissenschaft auch nach dem Tod der Tochter weiter fördern. „Wir wollen, dass die Krankheit mehr publik wird“, erklärt die 36-Jährige. „Ein Heilmittel wird es nicht geben“, glaubt sie – aber vielleicht Linderung. Die hatte die Familie sich von einer Delfintherapie für Louisa versprochen und im Sommer auf einer eigenen Facebook-Seite um Unterstützung geworben. Am Tag, als unsere Zeitung darüber berichtete, starb Louisa abends – es war zugleich der erste Geburtstag von Ebba. Louisas Seite soll dennoch weiterleben – mit Informationen über Tango2.

Treuhänderisches Spendenkonto der Kirche

Melanie Kuhlmann wirkt taff. Strahlt, wenn Ebba vergnügt auf ihrem Schoß tobt, mit dem kleinen Schaf spielt, das Louisas Lieblingsspielzeug war. Aber natürlich ist der Alltag oft schwer – „ein Auf und Ab“. Wenn Ebba nicht wäre, „ich würde Weihnachten ausfallen lassen“. Pastor Okke Breckling-Jensen richtete für die Kirche das treuhänderische Spendenkonto für Louisa ein. „Hut ab, dass ihr das so meistert“, sagt er jetzt zu Melanie Kuhlmann.

Louisa erlebte Delfintherapie nicht mehr

Viele Menschen und Institutionen unterstützten die Spendensammlung für die Delfintherapie, die Louisa dann doch nicht mehr erlebte. Auf eigene Kosten fuhr die Familie im Herbst dennoch in die Türkei, zum Schwimmen mit den Meeressäugern – eine Art der Trauerbewältigung. „Diese Tiere sind so magisch“, erklärt die 36-Jährige, die überzeugt ist, dass Louisa viel von ihnen profitiert hätte. Das gespendete Geld wurde für die Reise der Familie nicht angetastet, betonen Melanie Kuhlmann und Pastor Breckling-Jensen. Denn nach dem Tod gab es auch einige wenige, verletzende Bemerkungen. Aber vor allem sehr viel Unterstützung, erklärt die Mutter dankbar.

2466,25 Euro an Spenden kamen zusammen

Das Spendenkonto der Kirche ist nun geschlossen. Auch das Geld, das über die Spendendosen und andere Aktionen zusammenkam, wurde ausgezählt: 2466,25 Euro waren es insgesamt, erzählt Melanie Kuhlmann. Das Geld geht an die Tango2-Research-Foundation in den USA und in die Forschung an der Uni Düsseldorf.

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