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Eckernförde Schadstoffe belasten Nooröffnung
Lokales Eckernförde Schadstoffe belasten Nooröffnung
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07:46 20.04.2018
Von Tilmann Post
Mit den Bauarbeiten am Städtebauprojekt zwischen Steindamm und Windebyer Noor wurden auch Altlasten freigelegt. Quelle: tilmann Post
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Eckernförde

Die Einsatzkräfte waren am Dienstag wegen einer Gewässerverunreinigung alarmiert worden, nachdem ein Passant großflächige Ölschlieren bemerkt hatte, die mit dem Wasserstrom aus dem geöffneten Absperrtor zum Windebyer Noor kamen. Die Herkunft der Verschmutzung stand zunächst nicht fest.

Es handelte sich um Heizöl oder Diesel

Nun ist klar: Die Gewässerverunreinigung und die Bauarbeiten der Nooröffnung stehen in einem Zusammenhang. Das bestätigte Ralf-Dieter Beck vom Fachdienst Umwelt des Kreises auf KN-Nachfrage. Bei den Schadstoffen, die durch das Absperrtor in den Hafen und damit in die Ostsee gelangten, handele es sich vermutlich um Heizöl oder Diesel. Über die Menge sei nichts bekannt, so Beck, der die Fachgruppe Bodenschutz und Abfall leitet.

Regen drang in den Untergrund ein

Die Substanzen konnten Beck zufolge ins Wasser gelangen, nachdem der Aldi-Markt abgerissen wurde. Da die Oberflächenversiegelung ebenfalls abgetragen wurde, konnte Regen in den Untergrund eindringen. „Dadurch hat sich eine belastete Wassermenge gebildet“, so der Fachgruppenleiter. Dass es sich um Heizöl oder Diesel handeln musste, habe der Ermittler seiner Behörde vor Ort sofort gerochen.

Altlastenstandort unter dem ehemaligen Aldi-Markt

Die weitere Prüfung habe ergeben, dass sich unter dem ehemaligen Aldi ein Altstandort befindet. Bevor der Discounter sich dort ansiedelte, gab es an der Stelle einen Getränkemarkt und davor – das ist der Knackpunkt – eine Autowerkstatt. Daher müssen die Öl-Rückstände stammen, vermutet Ralf-Dieter Beck.

Schacht wurde abgedichtet

„Solche Stoffe können sich über Jahrzehnte im Boden halten, wenn der Untergrund trocken liegt. Das war hier der Fall.“ Das belastete Wasser sei über einen Schacht in die Verbindung zwischen Noor und Hafen gelangt. Der Anschluss sei inzwischen abgedichtet worden.

„Das Ausmaß des Schadens wird derzeit erkundet“

Nun wird das Gelände mit Bohrungen auf weitere Belastungen untersucht. Proben waren bereits bei der Erstellung eines Altlastenkatasters der Umweltbehörde genommen worden. Schadstoffe wurden damals mit Ausnahme einer Stelle am ehemaligen Markant-Markt nicht festgestellt. Deshalb geht die Umweltbehörde davon aus, dass es nur geringe Mengen an Rückständen auf der Fläche gibt. „Das Ausmaß des Schadens wird derzeit erkundet“, so Beck.

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