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Eckernförde Sein Herz schlägt für die Basis
Lokales Eckernförde Sein Herz schlägt für die Basis
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06:00 30.01.2019
Von Christoph Rohde
Die Kirche öffnet sich nach außen - dafür steht auch Pastor Michael Jordan. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Jordan ist Nachfolger für den in Ruhestand gegangenen Pastor Manfred Adam in St. Nicolai. Der gebürtige Niedersachse und Spross einer Bäckersfamilie absolviert zunächst eine Bäcker- und Konditor-Ausbildung, bevor er sich der Kirche zuwendet, sein Abitur nachmacht und ein Theologie-Studium aufnimmt. Schon mit 18 Jahren wird er in den Kirchenvorstand gewählt. „Da kam ich intensiv mit Gemeindeleben in Kontakt und merkte, der Mensch braucht nicht nur Brot, sondern auch Nahrung für die Seele“, sagt Jordan.

Prägender Studienaufenthalt in Jerusalem

Das Studium führt ihn nach Kiel, Hamburg und Jerusalem. Gerade letzterer Aufenthalt wird für ihn zu einer „prägenden Zeit“. Anschließend folgt ein Vikariat in Heikendorf. „Ich bin gern am Wasser“, sagt Jordan, der auch Strandtaufen initiierte. In Friedrichstadt, an der Westküste, tritt der junge Pastor kurz darauf seine erste Pfarrstelle an. 15 Jahre bleibt er hier, wird schon nach wenigen Wochen mit einem Kirchenasyl von Flüchtlingen konfrontiert, ist nebenbei als Nah-Ost-Beauftragter des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg aktiv. Die letzten vier Jahre arbeitet Jordan als theologischer Referent von Bischof Gothard Magaard in Schleswig, bevor es ihn nach Eckernförde zieht. 

Gemeinde mit Mut zu Veränderungen

Sein Herz schlägt für die Arbeit an der Basis. Hier trifft er auf eine Gemeinde, die Mut zu Veränderungen hat. Die die vergangene Schließung ihrer Kirche als Herausforderung begreift, und die mit Gottesdiensten an anderen Orten Neuland betritt. Der Reformationstag, an dem St. Nicolai und Borby zusammentreffen und der Weihnachtsgottesdienst mit 2000 Besuchern auf dem Rathausplatz hinterlassen tiefen Eindruck. An beiden Momenten wirkte er mit.

Neue Freiräume mit Leben erfüllen

Die Kirchensanierung eröffnet Chancen. Sie schafft nicht nur neue Freiräume im Gotteshaus, sondern auch „in einem selbst“, sagt Jordan. Freiräume mit Leben zu erfüllen, ist ihm ein Anliegen. Die Kirche bleibe einerseits das geistliche Zentrum, biete aber auch Möglichkeiten für Konzerte, Diskussionen oder ein getanztes Gebet. Jordan sieht die Kirche nicht nur in der Mitte der Stadt, sondern in der Mitte der Gesellschaft. „Ein Pastor muss auch Zeit für einen Besuch haben, wenn jemand das wünscht“, sagt er. Und es gehöre zum Glauben dazu, sich als Kirche mit dem zu beschäftigen, was die Menschen beschäftigt – etwa das Thema Wohnraum. „Wer die Erde nicht berührt, kann den Himmel nicht erreichen“, zitiert Jordan eine Theologin.

Freude auch an der Konfirmanden-Arbeit

Viel Freude macht ihm nicht zuletzt die Konfirmanden-Arbeit. Ein buntes, von den Jugendlichen gestaltetes Kirchenfenster, zeugt davon. Michael Jordan ist bodenständig geblieben. Spricht ihn jemand auf den gleichnamigen US-Basketball-Star an, antwortet er nur: „Ich bin Fußball-Fan“. Er fiebert mit Borussia Mönchengladbach und spielte lange Zeit in der Altherren-Liga.

Der Einführungsgottesdienst für Pastor Michael Jordan findet am Sonntag, 3. Februar, um 15 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche statt.

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