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Eckernförde Ausbau am Nadelöhr Königsförde rückt nah
Lokales Eckernförde Ausbau am Nadelöhr Königsförde rückt nah
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06:00 07.02.2019
Von Cornelia Müller
Bei Großkönigsförde (links) verengt sich der Nord-Ostsee-Kanal auf 102 Meter Breite. Das entspricht dem Ausbaustand von 1914. Große Schiffe können sich hier nicht begegnen. Damit verzögern sich viele Touren auf der stark befahrenen Wasserstraße. Quelle: WSA Kiel-Holtenau
Lindau

„Wir lassen die nördliche Böschung abgraben und erweitern den Kurvenradius“, erläutert Georg Lindner, Projektleiter für den Ausbau der Kanal-Oststrecke von Königsförde bis Kiel-Holtenau. „Dadurch bekommt die Schifffahrt mehr Platz. Während der gesamten Arbeiten kann der Verkehr auf dem NOK ohne Unterbrechungen weiterlaufen.“

Verbreiterung des Kanals von 102 auf 162 Meter

Tatsächlich ist die vielbefahrene Wasserstraße von Kiel bis Brunsbüttel an diesem Abschnitt nur 102 Meter breit. 162 Meter sollen es werden. Die heutige Breite reicht nicht mehr dafür, dass sich zwei „große Pötte“ begegnen können. Die Sohle misst jetzt nur 44 Meter. 70 Meter sollen es einmal werden.

Konkret bedeutet das für den Lindauer Ortsteil Großkönigsförde, an dessen südlichem Ende im Vorfeld schon drei Häuser nahe der Böschung abgerissen werden mussten, dass dreieinhalb bis vier Jahre gebuddelt wird. Der Gasthof bleibt die ganze Zeit erreichbar.

Erster Bauabschnitt am Nord-Ostsee-Kanal reicht bis Schinkel

Der erste Bauabschnitt betrifft die gesamte 4,5 Kilometer lange Strecke bis Schinkel. Bevor hier 1,2 Millionen Kubikmeter Boden bewegt werden, ist vieles vorzubereiten. Zum Mengenvergleich: Für den Bau eines großen Einfamilienhauses werden bis zu 1000 Kubikmeter Boden umgeschichtet.

Parallel hat das WSA in einem zweiten Verfahren die Arbeiten für die Verlegung von Leitungen und Wegen ausgeschrieben. „Außerdem müssen wir zwei Signale für die Schifffahrt vom Nord- auf das Südufer versetzen lassen“, ergänzt Lindner. Dafür wird ein sogenannter Leitungsdüker unter dem elf Meter tiefen Kanalbett hindurchgebohrt. 

Großkönigsförde bekommt einen Anleger für den Materialtransport

Bereits erledigt ist die Schaffung des Bauhafens am Flemhuder See auf der gegenüberliegenden Kanalseite und der Baustraße in Schinkel. Der Großteil aller Transporte soll auf dem Wasserweg und nicht über die Baustraßen erfolgen. Das WSA spricht von 90 Prozent.

Großkönigsförde bekommt für diesen Zweck eine Rampe mit Anleger. Im Bereich Flemhude liegt eine große Fläche für den Aushub des ersten Ausbauabschnitts. Er wird zuerst auf Schadstoffe geprüft, damit belastetes Material gesondert auf dafür ausgerüstete Deponien gebracht werden kann.

Im zweiten Abschnitt sind die Bereiche Warleberg und Neuwittenbek dran

Der neu entstehende Betriebsweg auf der Nordseite des Kanals wird später auch Radweg. Im Anschluss an diesen Streckenabschnitt geht es im Bereich Neuwittenbek/Warleberg weiter. Auch dort müssen später eine Fläche für den Aushub, ein zeitlich befristeter Anleger und eine Baustraße eingerichtet werden.

Und es folgt auch der Ersatzneubau für die Alte Levensauer Hochbrücke. Dafür laufen bereits Vorbereitungsarbeiten auf beiden Kanalseiten.

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Hier sehen Sie mehr Bilder zum Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals.
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