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Eckernförde Die blauen Engel am Bahnsteig
Lokales Eckernförde Die blauen Engel am Bahnsteig
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19:44 22.06.2018
Von Christoph Rohde
Eine engagierte Truppe: die freiwillig Aktiven der Bahnhofsmission Eckernförde unter Leitung von Ursula Dam (Mitte). Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Als vor sieben Jahrzehnten die Bahnhofsmission in Eckernförde ins Leben gerufen wurde, war ihr Fokus noch ein anderer. Flüchtlinge und Aussiedler strandeten in der Nachkriegszeit am Bahnhof der kleinen Ostseestadt. „Sie zu versorgen, ihnen Essen und Kleidung zu geben sowie weitere Hilfen war die große Herausforderung“, erinnerte Diana Marschke, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Rendsburg-Eckernförde.

Offenes Ohr für ein persönliches Gespräch

Heute haben sich die Aufgaben einer der ältesten Einrichtungen der Diakonie gewandelt. Die freiwilligen Mitarbeiter der Bahnhofsmission helfen beim Ein- und Aussteigen, am elektronischen Fahrkartenautomaten, geben allgemeine Informationen und haben ein offenes Ohr für ein persönliches Gespräch. „Sie sind ein sichtbares Zeichen der Nächstenliebe“, sagte Propst Sönke Funk. Die Bahnhofsmission trage dazu bei, den Reisenden ein Stück Sicherheit, Geborgenheit und Heimat zu geben.

Helfer, die mit dem Herzen dabei sind

Sieben Frauen und ein Mann unter Leitung von Ursula Dam stehen im Wechsel zu den An- und Abfahrtszeiten der Züge am Bahnsteig, um hilfsbedürftigen Menschen unter die Arme zu greifen. „Sie schenken ihre Zeit“, sagte Astrid Heyer von der Caritas Schleswig-Holstein. „Und sie sind mit dem Herzen dabei.“ Besonders Gehbehinderte brauchen die Zuwendung der Bahnhofsmission. So ist sie Servicepartner für die Reha-Kliniken Damp und Schönhagen, deren Patienten bei der Anreise am Eckernförder Bahnhof ankommen.

Nachwuchs ist bei den Aktiven dringend gesucht

Doch die Helfer selbst werden immer weniger. Acht Aktive sind es jetzt, dazu kommen zwei in Reserve. So lässt sich nicht immer die Anwesenheit von jeweils Zweien zu den Zugzeiten gewährleisten. „Wir suchend dringend Nachwuchs“, sagte Ulrich Kaminski, Fachbereichsleiter Soziales beim Diakonischen Werk. Zumal die Altersspanne in Eckernförde jetzt zwischen 64 und 82 Jahren liegt.

"Es kommt auch etwas zurück"

Dass das Engagement auch den Ehrenamtler etwas gibt, machte Mike Zachow deutlich, die seit 16 Jahren bei der Bahnhofsmission Eckernförde aktiv ist und sie zehn Jahre davon leitete: „Es kommt auch etwas zurück“.

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