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Eckernförde Beschwerde-Welle am Südstrand
Lokales Eckernförde Beschwerde-Welle am Südstrand
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13:05 08.09.2018
Von Christoph Rohde
Ein Strandkorb-Mieter trat wegen lauter Musik und Zäunen bei Veranstaltungen am Südstrand (hier das Sommer Open Air) eine Beschwerde-Welle los. Quelle: Cornelia Müller
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Eckernförde

Die Forderung unmittelbar im Vorfeld des Strand Open Air am 7. Juli: Zugänge zum Strand, zum Parkplatz und zu WC und Dusche in einem bestimmten Bereich offen halten. Unterzeichnet war sie von sechs weiteren Strandkorb-Mietern.

Strandgast schaltete die Oberste Naturschutzbehörde ein

Nur wenige Tage später schaltete der ungeduldige Beschwerdeführer die Kommunalaufsicht des Kreises ein. „Ohne die Antwort der Stadt abzuwarten“, wie Bürgermeister Jörg Sibbel bedauerte. Doch auch das reichte dem Strand-Gast nicht. Nach dem Open-Air-Festival wandte er sich an die Oberste Naturschutzbehörde des Landes. Er meinte, Verstöße gegen das Landesnaturschutzgesetz und gegen das Schallemissionsgesetz ausgemacht zu haben. Mit sofortiger Wirkung sollten alle Großveranstaltung am Südstrand von Osterfeuer bis Strand Open Air untersagt werden. Vielmehr müsse der ursprüngliche Zustand des FFH-Gebietes (Flora/Fauna/Habitat) wieder hergestellt werden.

Stadt wies Beschwerde als "unbegründet" zurück

Die Stadt hatte laut Sibbel unterdessen bei der Kommunalaufsicht in einer Stellungnahme die Beschwerde „aus unserer Sicht als unbegründet“ zurückgewiesen. Kurz vor dem Oktoberfest am Südstrand flatterte ein weiterer Antrag ins Rathaus: keine Einzäunungen und keine laute Musik. Der Hinweis, es handele sich um ein Kurgebiet, zieht nach Angaben des Bürgermeisters nicht. „Der Südstrand gehört nicht dazu, zudem sind nur die Zelte eingefriedet“. Die Stadt lehnte den Antrag ab.

Verwaltungsgericht lehnte Antrag auf einstweilige Anordnung ab

Anfang September folgte der nächste und vorerst letzte Akt des Beschwerde-Dramas. Jetzt wurde eine einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht Schleswig in Sachen Lärmschutz und Einfriedungen am Südstrand beantragt. In einer ersten Entscheidung wies das Gericht laut Sibbel den Vorstoß gegen Einzäunungen zurück. In einem zweiten Verfahren lehnten die Schleswiger Richter auch den Antrag zu den Schallemissionen ab. Begründung laut Bürgermeister: Der Beschwerdeführer sei kein direkter Anwohner. Die Strandkorb-Miete reichte dem Gericht offenbar nicht aus. Das Oktoberfest am Wochenende findet statt.

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