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Eckernförde Frust über Gewerbepläne des Nachbarn
Lokales Eckernförde Frust über Gewerbepläne des Nachbarn
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17:07 13.11.2017
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Interkommunal läuft es gerade nicht so richtig rund: Zwar gibt es im Gewerbegebiet Altenholz-Dänischenhagen-Kiel noch eine Erweiterungsmöglichkeit. Doch man konnte sich nicht über den Preis einigen. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Dänischenhagen

Beim Start 1997 gab’s Schampus auf dem Acker für ein landesweit einzigartiges Projekt: Drei Kommunen - Altenholz, Dänischenhagen und Kiel - planten erstmals gemeinsam ein Gewerbegebiet. Kiel sicherte sich so Gewerbeflächen im Norden der Stadt, Dänischenhagen erhielt sein erstes Gewerbegebiet für den Eigenbedarf, Altenholz klärte auf diese Weise unter anderem auch eine langwierige Grenzfrage.

Und heute? Gibt es den Zweckverband Entwicklungsgemeinschaft Altenholz-Dänischenhagen-Kiel immer noch, doch das bestehende interkommunale Gewerbegebiet ist seit Kurzem komplett belegt. Alle drei Gemeinden sind interessiert daran, Gewerbe anzusiedeln. Doch in diesem Fall fand man nicht zueinander.

Der Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) erklärt, man sei kaufwillig und habe "über die Entwicklungsgemeinschaft Altenholz-Dänischenhagen-Kiel Gespräche mit dem Eigentümer geführt, in denen wir uns leider nicht einigen konnten. Denn wir dürfen solche Flächen nur zu wirtschaftlich zumutbaren Bedingungen erwerben." Auch der Altenholzer Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) erklärt, man hätte die Fläche gerne entwickelt: „Aber nicht, wenn es deutlich unwirtschaftlich ist“.

"Es ist erstaunlich, dass der Zweckverband, der ja mal ein Leuchtturmprojekt war, so sang- und klanglos fallen gelassen wird", kritisiert der Dänischenhagener Fraktionschef Tim Gabrys. Was ihn wurmt: Das flächenarme Kiel kann andernorts dank Nachbarschaftshilfe Gewerbeflächen ausweisen, Altenholz setzt jetzt auf eine Fläche in Knoop. "Nur wir, wir dürfen nichts", kritisiert Gabrys. Grund sind die Vorgaben der Landesplanung  für Dänischenhagen.

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