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Eckernförde CDU, SSW, FDP wollen Skaterpark verlegen
Lokales Eckernförde CDU, SSW, FDP wollen Skaterpark verlegen
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17:26 07.11.2018
Von Christoph Rohde
Wird der Skaterpark wieder eine Option für den Kino-Standort? CDU, SSW und FDP wollen ihn verlegen. Quelle: Kai Pörksen
Eckernförde

Im Haushaltsentwurf der Stadt stehen noch 200<VG>000 Euro für eine Erneuerung des Skaterparks. Doch jetzt bahnt sich in der Politik eine Verlegung an. CDU, SSW und FDP wollen die Anlage lieber auf der anderen Straßenseite auf dem frei gewordenen Gelände der Kleingartenkolonie Süderhake I sehen. Den Fraktionen schwebt dort insgesamt eine Freizeit-, Sport- und Begegnungsstätte für Jugendliche vor. Der alte Skaterpark soll bis zur Fertigstellung der neuen Anlage bestehen bleiben. Für die ebenfalls am Schulweg bestehende Speedskatebahn soll sich ein Ersatzfeld am Schulzentrum finden. Was das Ganze kostet, steht noch nicht fest und soll von der Verwaltung ermittelt werden.

Ein Plan B für das Kino

Der gemeinsame Antrag der drei Fraktionen hat Gewicht, denn sie bilden mit 21 Sitzen eine knappe Mehrheit in der 41-köpfigen Ratsversammlung. Als Hintergrund der Skaterpark-Verlegung nennt die CDU-Fraktionsvorsitzende Katharina Heldt zwei Aspekte. Es gäbe einen Plan B, falls sich Kino und Verbrauchermarkt nicht auf dem Bahnhofsareal verwirklichen ließen. Und wenn das Bahnhofsareal doch, wie geplant, realisiert werde, könnte die frei werdende Skaterpark-Fläche neu überplant werden. Womit? „Das wird man dann schon sehen“, so Heldt.

Scharfe Kritik von den Grünen

In eine ähnliche Richtung zielt bereits ein Antrag der FDP zur nächsten Ratsversammlung, der im Falle eines Scheiterns der Kino-Standorte „Bahnhofsgelände“ und „Sky-Markt/Gartenstraße“ den Schulweg mit der Skateranlage ins Spiel bringt. Die Liberalen wollen eine Frist bis zum 31. März setzen. Scharfe Kritik an solchen Plänen kommt dagegen von den Grünen: Der Antrag von CDU, SSW und FDP zur Verlegung der Skateranlage „gefährdet nicht nur das Projekt Kino und Bahnhofsareal, sondern auch die Umsetzung der Wohnbebauung an der Nooröffnung“, warnt Fraktionschef Edgar Meyn.

Freie Bahn für Spekulationen?

Meyn verweist darauf, dass mit einem Gutachterverfahren für das Bahnhofsareal mit Kino, Verbrauchermarkt, Wohnen und Gewerbe im Bauausschuss alles auf einem guten Weg gebracht worden sei – auch wenn es noch einige Hürden gebe. „Der beste Entwurf wird dann umgesetzt.“ Dagegen würden mit dem neuen Antrag Spekulationen über die weiteren Verwendung der frei werdenden Fläche freien Lauf bekommen. „Siedeln sich Markant und Kino jetzt doch westlich der Bahnschiene an?“, so der Grüne.

Achterbahn der Planungen und Zusagen

Gleichzeitig beklagt er, dass eine Entscheidung getroffen werden solle, die vorher nicht mit den Betroffenen besprochen sei. „Wie stehen aktuell die Jugendlichen zu einer Verlegung der Skateranlage? Welche Auswirkung hätte sie auf die angrenzende Wohnbebauung der Nooröffnung?“, hinterfragt Meyn. Mit dem Hin und Her in Sachen Skaterpark und Kino sieht er Planungen und Zusagen „Achterbahn fahren“. „Wir wünschen uns eine verlässliche Politik“, lehnt er den Antrag ab.

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