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Eckernförde Büro mit Aussicht auf dem Campingplatz
Lokales Eckernförde Büro mit Aussicht auf dem Campingplatz
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10:46 21.06.2018
Bauen ein Regal für Hochbeete auf - das Gärtnern soll für Abwechslung bei der Computerarbeit sorgen: Jean-Pierre Jacobi (von links), Entwickler mobiler Büroräume, Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung und Containerbauer Moritz Barre. Quelle: Jan Torben Budde
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Schwedeneck

Auf einer Wiese zwischen Wohnwagen, Windsurfern und Wald wurden drei Mobilbauten mit sieben Arbeitsplätzen, Internetzugang, Besprechungsraum, Kaffeebar, Terrasse und zwei Schlafplätzen aufgebaut. Ein Laptop muss jeder selbst mitbringen. Aber wozu sollen Büroräume auf dem Campingplatz gut sein? „Wir wollen herausfinden, ob das Konzept auf dem Land funktioniert“, erläutert Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung.

Dritte Station der „Coworkland“-Tournee

Nach Gettorf und dem „Waterkant“-Festival in der Landeshauptstadt ist Grönwohld nun die dritte Station auf der „Coworkland“-Tournee, wobei in der Region bis zum Herbst insgesamt neun Standort – darunter der Rendsburger Kreishafen und Gut Panker – angesteuert werden. Bisher ist Bähr zufrieden: „In Gettorf waren fast täglich Coworker da.“

Ziel ist Inspiration vor Ort

Als Ziel des Projektes, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird, gibt die Stiftung an, Menschen auf dem Land dazu zu inspirieren, selbst Coworking-Spaces in ihrem Ort zu entwickeln – ob in einer alten Scheune oder im ehemaligen Gasthof.

"Nicht vereinsamen"

Es gehe um eine neue Arbeitsform, bei der meist Start-ups, Freiberufler oder Kreative einen Arbeitsplatz in einem offen gestalteten Büro anmieten und den Vorteil des Zusammenarbeitens (Coworking) nutzen. „Damit man zu Hause vorm Computer nicht vereinsamt“, so Bähr. Der „Space“ ist dabei der Raum, in dem das Zusammenarbeiten über die Bühne geht. Es reicht in manchen Städten von Büros in Lofts bis hin zu alten Fabrikhallen. Zudem gibt es oft Platz für das Miteinander, wie Küchen- oder Lounge-Bereiche.

Auch Yoga am Strand wird angeboten

Für das Coworkland in Grönwohld, dessen Nutzung kostenlos ist, gebe es bereits Buchungen aus Kiel, Hamburg und Köln, so Bähr. „Einige Firmen nutzen das zum Teambuilding.“ Ergänzt werde die Aktion durch Yoga am Strand und Vorträge – unter anderem über Plastikmüll im Meer.

Am Freitag, 22. Juni, gibt es den Kursus „Hochbeet-Gärtnerei“ für Einsteiger (ab 16.30 Uhr) und ein Craft-Beer-Tasting (ab 18.30 Uhr).

Von Jan Torben Budde

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