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Eckernförde Kreative Impulse aus dem mobilen Büro
Lokales Eckernförde Kreative Impulse aus dem mobilen Büro
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23:01 18.05.2018
Von Jan-Torben Budde
Freie Bahn für den Coworking-Space-Testlauf auf dem Karl-Kolbe-Platz in Gettorf: Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung (links) begrüßte die ersten Gäste zur feierlichen Einweihung der mobilen Büroräume, die bis zum Herbst 2018 an insgesamt neun Orten in der Kieler Region Station machen. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Es ist ein Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. In Gettorf fiel jetzt der Startschuss für den Testlauf in der Kieler Region, wo bis zum Herbst 2018 insgesamt neun  Standorte angesteuert werden - darunter Strände, Gutshöfe und Ortskerne.

Worum geht es bei dem Projekt "CoworkLand" überhaupt? „Wir wollen erforschen, ob Coworking, wie man es in Städten bereits kennt, auch auf dem Land funktioniert“, erklärte Projektleiter Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung.

Gettorf ist die erste Station. Es folgen unter anderem der Strand in Grönwohld (20. Juni bis 19. Juli) und der Kreishafen in Rendsburg (5. September bis 3. Oktober).

Workshops, Vorträge, Filmvorführung

Aber was ist Coworking nun genau? Laut Böll-Stiftung geht es um eine neue Arbeitsform, bei der meist Startups, Freiberufler oder Kreative einen zeitlich flexiblen Arbeitsplatz in einem offen gestalteten Büro anmieten und den Vorteil des Zusammenarbeitens (coworking) nutzen. Gleichwohl wollte Bähr nicht ausschließen, dass ein Coworking-Space auch für Handwerker von Interesse sein könnte. „Vielleicht wird mal ein Besprechungsraum mit Internetzugang benötigt“, so der Medienwissenschaftler. Laptops sind übrigens selbst mitzubringen.

Bähr, seine Kollegin Olga Bünning und ein Praktikanten-Team wollen in Gettorf als Ansprechpartner zur Verfügung stehen – vor Ort werde auch über Fördermöglichkeiten informiert. Zudem soll es Workshops, Vorträge und eine Filmvorführung geben.

Büroräume teilen in Gettorf

Als Ziel gab der 49-Jährige aus, dass im ländlichen Raum schrittweise Coworking-Spaces eingerichtet werden sollen. Warum? „Wenn Firmen die Präsenzkultur im Betrieb herunterfahren“, so Bähr, „dann erweitern sie zugleich  den Radius, in dem sie Mitarbeiter finden.“ Zugleich müssten diese Beschäftigten nicht zu Hause allein arbeiten, sondern teilten sich Büroräume. So gebe es einen eventuell fruchtbaren Austausch.

Ebenso könnten die Gemeinden von dem Konzept profitieren, wenn im Umfeld solcher Coworking-Spaces etwa die Nachfrage nach Cafés steige. Bähr: „Es geht auch um Impulse für den ländlichen Räum.“ Als weitere mögliche Effekte nannte er weniger Pendlerverkehr und Zeitverschwendung sowie eine Reduzierung von Autoabgasen.

14 Studenten im Container

Zu den Nutzern des Coworking-Spaces gehören in dieser Woche auch 14 Studenten der School of Sustainability der Universität Kiel, die zum Thema „Gutes Leben in Gettorf“ forschen wollen. „Es geht um Fragen, was es hier schon gibt und was noch verbessert werden könnte“, erläuterte Dr. Inken Reimer vom Geographischen Institut der Uni. Es seien daher Gespräche mit Bürgern, Politikern, Unternehmern, Vereinen und Verbänden geplant. Es gehe um Themen wie Klima, Einkaufsmöglichkeiten, Mobilität oder Unterhaltung.

Der Eintritt zum Coworking-Space ist frei. Weitere Infos und Anmeldungen unter www.coworkland.de

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