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Eckernförde Martin Henriksen sprach doch
Lokales Eckernförde Martin Henriksen sprach doch
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19:59 02.06.2018
Von Rainer Krüger
Gastredner Martin Henriksen konnte nun doch auf dem dänischen Jahrestreffen in Eckernförde sprechen. Quelle: Rainer Krüger
Eckernförde

Erst hatte Martin Henriksen seine Teilnahme beim Treffen der dänischen Minderheit in Eckernförde abgesagt, dann stand er kurzfristig doch wieder auf der Rednerliste. Gitte Haugaard-Werner, Landesvorsitzende des Ausschusses für die dänischen Jahrestreffen, begrüßte ihn zusammen mit Fred Witt, Vorsitzenden des Südschleswigschen Verein (Sydslesvigsk Forening, SSF), in Eckernförde. 

Freitag hatte Martin Henriksen seine Teilnahme wegen eines Krankheitsfall in der Familie abgesagt. Weil Besserung eintrat, konnte er doch bei dem Jahrestreffen der dänischen Minderheit sprechen.

Henriksen: Kontakt soll lebendig bleiben

In Eckernförde betonte der Folkteting-Abgeordnete Martin Henriksen, wie wichtig die Pflege von dänischer Sprache und Kultur sei, damit der Kontakt zwischen der Dänemark und der Minderheit lebendig bleibe.

Weiter kündigte Martin Henriksen an, dass seine Partei für eine doppelte Staatsbürgerschaft für Angehörige der dänischen Minderheit eintreten werde.

Protest vor dem Rednerpult

Gut 20 Eltern und Kinder protestierten schweigend und friedlich. Mit bunten Schirmen in der Hand zogen sie im weiten Abstand ums Rednerpult herum. „Wir demonstrieren gegen die Positionen, für die Henriksen steht“, erklärten Andrea Jedich und Gregor Hübner von der Elterninitiative Südschleswig. So habe der Politiker diffamierende Aussagen über Flüchtlinge gemacht und für das Burka-Verbot in Dänemark gestimmt.

„Unserer Ansicht nach steht die dänische Minderheit für Werte für Toleranz“, sagte Jedich. Weil dies bei Henriksen anders sei, hätte die Initiative demonstriert. Ein Erfolg der Aktion aus Sicht von Jedich: „Der SSF hat uns zu einem Gespräch eingeladen.“

Lesen Sie auch: Streit um Redner der Volkspartei

Hier sehen Sie Bilder vom Jahrestreffen.
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