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Ein Lebensretter mehr in Eckernförde

Defi für die Touristik Ein Lebensretter mehr in Eckernförde

Es sind Sekunden, die Leben retten, wenn das Herz aus dem Takt kommt. Der Defibrillator, der dem Herzen bei Kammerflimmern den rettenden Stromstoß versetzt, ist einfach bedient. Aber man muss ihn zur Hand haben. Die Touristik Eckernförde hat jetzt so einen Lebensretter – dank der lokalen Wirtschaft.

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Björn Fischer, Leiter der DLRG-Ortsgruppe Eckernförde (rechts) ist glücklich über das sinnvolle Weihnachtsgeschenk der lokalen Wirtschaft an die Lebensretter und die Touristik. Der Defibrillator befindet sich in der Touristinformation am Strand und schließt eine Sicherheitslücke. Für die Ausbildung und  Ausstattung der ehrenamtlichen Lebensretter bleibt auch noch Geld übrig.

Quelle: Cornelia D. Mueller

Eckernförde. „Damit ist eine Sicherheitslücke am Strand geschlossen“, freut sich Björn Fischer, Vorsitzender der Ortsgruppe der DLRG. Seine Rettungsschwimmer und ihre ebenfalls ehrenamtlichen Mitstreiter aus anderen Bundesländern wachen im Sommer über das Badeleben am Haupt- und am Südstrand. Zweimal mussten die Lebensretter schon einen „Defi“ einsetzen und bewahrten so zwei Menschen vor dem Tod. In der DLRG-Hauptwache ist ein Gerät einsatzbereit, ebenfalls im Ostsee-Info-Center und in der Schwimmhalle. Im Rathaus, in Fitnesscentern, Kirchen, bei Banken, in Geschäftsstellen der Zeitungen und in Sportstätten sind ebenfalls mit einem grünen Herz gekennzeichneten Defibrillatoren vorhanden.

Jetzt ist der gesamte Strandbereich mit Defibrillatoren abgesichert

„Die Tourist-Information ist an dem Strandabschnitt, wo bislang kein Gerät verfügbar war“, erläutert Stefan Borgmann, Chef der Eckernförde Touristik- und Marketing GmbH. „Also haben wir uns auf die Suche nach Sponsoren gemacht, die einen Defibrillator der neueste Generation finanzieren, und unsere Mitarbeiter von der DLRG zu Ersthelfern ausbilden lassen.“ 25 Geschäfte, Praxen, Büros, Restaurants, Unternehmen, Sportanbieter haben das Geld für die lebensrettende Investition und die Schulung zusammengetragen. 892,50 Euro blieben übrig. Davon kann die DLRG Ehrenamtliche schulen und besser ausrüsten.

"Sie können mit dem Gerät nichts falsch machen, es leitet Sie an"

„Wenn ein Mensch bewusstlos ist, Sie keine Atmung und keinen Puls spüren, dann schnell das Gerät öffnen und den Anweisungen folgen. Jeder Defi spricht zu Ihnen, er leitet Sie an“, erklärte er den Sonsoren am Dienstagvormittag. „Sie können nichts falsch machen. Allerdings müssen Sie auf jeden Fall parallel die Herzdruckmassage ausführen." Wer vergessen hat, wie das geht, sollte seine Kenntnisse bei Gelegenheit in einem Kurs auffrischen. Fischer: „Aber man leitet Sie dazu auch am Telefon an, wenn Sie den Notruf 112 wählen. Letzteres ist die allererste Maßnahme." Der Hightech-Lebensretter in der Touristik hat sogar einen integrierten Notrufknopf auf der Außenseite des Koffers. Ein Handy ist nötig, um die Leitstelle zu erreichen.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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