Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Eckernförde Kino-Standort ist ins Wanken geraten
Lokales Eckernförde Kino-Standort ist ins Wanken geraten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:23 20.06.2018
Von Christoph Rohde
Das Haus Reeperbahn 52 neben der höheren, alten Jungmannschule ist unter Denkmalschutz gestellt. Jetzt muss die Überbauung des Bahnhofsareals neu geplant werden. Quelle: Christoph Rohde
Anzeige
Eckernförde

Stück für Stück sickert durch, welche Probleme es bei der Planung des Stadtentwicklungsprojekts Bahnhofsareal gibt. Hier sollen neben dem Kino auch ein Verbrauchermarkt, Wohnraum und Gewerbe entstehen. Bereits im vergangenen Bauausschuss hatte Bürgermeister Jörg Sibbel im Anschluss an eine improvisierte „Garderoben-Sitzung“ zur Vorabinformation der Fraktionen öffentlich mitgeteilt, dass das Vorhaben „unsicherer“ geworden sei. Als Grund gab er noch nicht abgeschlossene Verhandlungen des Investors über wichtige private Grundstücke an.

Seit 25. Mai steht das Gebäude unter Schutz

Jetzt kommt der Denkmalschutz hinzu. Bereits seit dem 25. Mai steht das Gebäude Reeperbahn 52 unter Schutz. Nach Angaben des Landesamts für Denkmalpflege ist dies noch eine Folge der sogenannten Revision nach einer Gesetzesänderung 2015. Demnach soll nicht mehr zwischen einfachen und besonderen Kulturdenkmalen unterschieden werden, sondern es nur noch eine einzige Denkmal-Kategorie geben. Dies erforderte nach Angaben von Bastian Müller (Referat Inventarisation) eine Nachbewertung nach den neuen Standards.

Bei einer Neubetrachtung in den Fokus gerückt

Das Haus Reeperbahn 52 war zuvor zwar nicht als einfaches Kulturdenkmal geführt worden, rückte aber bei der Neubetrachtung auch des Umfeldes von Denkmälern wie der angrenzenden, ehemaligen Jungmannschule in den Fokus.

Jetzt müssen Gespräche mit allen Seiten geführt werden

Als Überraschung bezeichnete die stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Heldt (CDU) den Eingriff der Denkmalpflege. „Damit hätte ich nicht gerechnet.“ Jetzt müssen nach ihren Worten mit allen Seiten Gespräche geführt werden. Es stelle sich die Frage, ob eine Planung für das Bahnhofsareal mit den bisherigen Vorgaben auch bei Erhalt des geschützten Gebäudes möglich ist. Schließlich, so Heldt, handele es sich um ein Schlüsselgrundstück für die Machbarkeit des Gesamtprojekts.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Kreuzfahrer-Saison in der Eckernförder Bucht hat mit dem erstmaligen Anlauf der "MS Artania" begonnen. Das Schiff war mit 1200 Passagieren das bisher größte, das in der Eckernförder Bucht vor Anker gegangen ist. Bis September folgen vier weitere Anläufe von drei verschiedenen Ozeanriesen.

Tilmann Post 27.06.2018

Das Anliegen ist gewaltig. Greenpeace will in den Gewässern am Südpol ein 1,8 Millionen Quadratkilometer großes Schutzgebiet einrichten. Dafür werben Aktivisten seit Dienstag am Hafen.

Rainer Krüger 20.06.2018

Ein 29-jähriger Mann aus Altenholz und ein 36-Jähriger aus Dithmarschen stehen wegen schwerer Körperverletzung vor dem Amtsgericht Eckernförde. Sie sollen verantwortlich dafür sein, dass ein heute 37-jähriger Mann aus Kropp im Dezember 2015 bei einer Kneipenschlägerei über eine Balustrade stürzte.

Tilmann Post 19.06.2018
Anzeige