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Eckernförde Windkraft im Konflikt mit Gutshof-Idylle
Lokales Eckernförde Windkraft im Konflikt mit Gutshof-Idylle
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11:08 24.10.2018
Von Tilmann Post
Quelle: Rainer Krüger
Eckernförde/Rendsburg

Die Untere Denkmalschutzbehörde hat bereits 44 Vorranggebiete und Potenzialflächen untersucht und kommt in zahlreichen Fällen zum Urteil "Für eine Weiterentwicklung der Windkraftplanung eher ungeeignet". Grund dafür sind vor allem Kulturdenkmale, deren Eindruck "stark beeinträchtigt" würde. Das betrifft zum Beispiel das Gut Saxtorf in Rieseby, das gleich mehrere Vorranggebiete und Potenzialflächen einschränkt. Aber auch die Gutsanlagen Ludwigsburg in Waabs und Hemmelmark in Barkelsby tauchen in der Liste auf.

Sicht auf Gettorfer Kirche schützenswert

Nicht nur auf der Halbinsel Schwansen steht der Denkmalschutz neuen Windrädern entgegen. Auch das Herrenhaus Borghorst (Osdorf) hat die Verwaltung als Windkraft-Hemmschuh ausgemacht. Im Fall des Gutes Hohenlieth (Holtsee) empfehlen die Denkmalschützer Höhenbeschränkungen im Vorranggebiet nördlich der Gemeinde. Die optische Wirkung der Kirche St. Jürgen soll ebenfalls nicht beeinträchtigt werden, deshalb sollen mögliche Windräder zwischen Gettorf und Osdorf nicht allzu hoch ausfallen.

Letztes Wort hat das Land

Volker Breuer vom Fachdienst Regionalentwicklung weist darauf hin, dass sich der Zwischenstand der Stellungnahme noch ändern könne. Nur noch etwas mehr als zwei Monate hat die Verwaltung noch Zeit, am 3. Januar endet die Abgabefrist. Bis dahin müssen noch weitere Kreis-Behörden ihre Bedenken hinzufügen, etwa für Naturschutz, Wasser und Bodenschutz. Ob die Beurteilungen der Denkmalschützer Windkraftanlagen verhindern, ist völlig offen. Die Entscheidung liege letztendlich bei der Landesplanung. "Es ist nicht auszuschließen, dass die Vorbehalte vom Land verworfen werden", sagt Volker Breuer.

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