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Eckernförde Bei Sturm am Abgrund entlang
Lokales Eckernförde Bei Sturm am Abgrund entlang
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13:07 24.10.2018
Von Christoph Rohde
Nono Konopka und Maximilian Jabs haben auf ihrer Radreise Richtung Peking das Mittelmeer erreicht. Quelle: Privat
Eckernförde

Voller Energie ist das Duo zunächst in Wien aufgebrochen. Doch die steilen Berge in Österreich und Slowenien holen Nono und Maximilian wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Mehrere Stunden quälen sie sich einen Berg hoch und haben nach einer „gefühlt viel zu kurzen Abfahrt“ bereits den nächsten Anstieg vor der Nase. „Schnell zeigt sich, dass wir eigentlich gar keine Radfahrer sind“, schreiben sie von unterwegs. „Aber der Wille treibt uns voran.“

Endlich Mittelmeer-Klima mit 27 Grad

Dann endlich liegt Kroatien vor ihnen. Die zahlreichen kalten Nächte in Slowenien bei drei Grad im Zelt sind vergessen. Warmes Mittelmeerklima mit bis zu 27 Grad am Tag und zehn Grad in der Nacht empfängt die Radler. Doch die Temperaturen können täuschen. In Rijeka werden Nono und Maximilian von einer Radfahrerin mit gebrochenem Arm und geschwollenem Gesicht gewarnt: Die Straße entlang der kroatischen Küste sei windig und gefährlich. Sie selbst sei von einer Böe mit ihrem Rad umgerissen worden.

In der Nacht bricht ein gewaltiger Sturm los

Kein gutes Omen für die nächsten 300 Kilometer auf genau dieser Strecke. Schilder an der E65 weisen bereits auf Sturm hin. Links ragen Felswände auf, rechts gähnt ein bis zu 100 Meter tiefer Abgrund. „Dazwischen rasen schwankende Lkw dicht an uns vorbei“, berichtet Nono. Als sein Freund Maximilian von einer Böe gegen die Leitplanke gedrückt wird und fast das Gleichgewicht verliert, ziehen sie die Reißleine und schlagen das Zelt auf. In der Nacht bricht ein gewaltiger Sturm los. Doch 20 Tage und 1000 Kilometer nach Wien ist schließlich Split erreicht. „Wir springen wohlverdient ins Meer“, jubelt Nono.

Schon 15 600 Euro für das Schulprojekt gesammelt

Vor den beiden Abenteurern liegen noch über 13000 Kilometer bis nach Peking. Als Bestärkung weiterzumachen, sehen sie die Unterstützung für ihr Fundraising Projekt, den Bau einer Schule in Guatemala: 250 Menschen haben bislang gespendet. 15600 Euro sind schon zusammengekommen, 70000 sollen es werden, um ein Stück mehr Bildung in das arme Land zu bringen. Auf Nono und Maximilian wartet jetzt der Balkan mit dem dritten Meilenstein, der Stadt Ohrid in Mazedonien.

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