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Eckernförde Kosel sucht nach Alternativen
Lokales Eckernförde Kosel sucht nach Alternativen
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19:26 11.01.2018
Von Cornelia Müller
Hühnerhaltung mit großem Auslauf: Diese Vorstellung gefällt am Filmabend. Aber es besteht Einigkeit, dass es nicht um Maximalforderungen geht. Nach der Diskussion ist die Hoffnung gewachsen, mit Bauer Tobias Hansen noch vor Vertragsabschluss mit einen Geflügelkonzern ins Gespräch zu kommen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kosel

Landwirt Tobias Hansen müssten nach der aufklärenden Filmvorführung über Zsammenhänge zwischen Hühnerhaltung und Konsumentenverhalten, die Doris und Klaus Stüben mit Filmemacher Dirk Steffens im Koseler Hof organisiert haben, die Ohren klingen. Im positiven Sinne. Denn er steht keineswegs am Pranger. Vielmehr soll er am runden Tisch willkommen sein, an dem man gemeinsam überlegt, „wie der Bauer sein Auskommen haben kann, wenn wir ihn unterstützen“.

Artgerecht gehaltene Hühner waren den meisten Koselern bisher zu teuer

 „Wir möchten keine Spaltung, sondern den Dialog und eine gute Lösung“, schicken die Stübens voraus. Mit über 100 Menschen ist der Gasthofsaal voll besetzt. Gut die Hälfte des Publikums ist von hier. Die anderen – Bürger aus der Region – haben genauso erschrocken reagiert auf Hansens Pläne, einen Maststall für knapp 30000 Hühner in konventioneller Haltung zu bauen. „Ich habe es selbst versucht mit artgerechter Freilandhaltung“, berichtet Landwirt Hans-Jürgen Dreesen. „Aber hier im Dorf hat fast keiner die Hühner gekauft, nicht mal die Eier. Allen war’s zu teuer. So kommen wir nicht weiter!“

Bürgermeister und Gemeinde würden ein Alternativmodell unterstützen

Statt schuldig zu sprechen, schlagen alle in die Kerbe, die sie selbst schmerzt. „Wir müssen uns ändern, wenn wir von Bauern Umdenken verlangen. Können wir nicht ein Beispiel geben, gemeinsam mit Herrn Hansen?“, fragt schließlich Claudia Piehl. Stephanie Pöppken und Angela Dintler von der Organisation Pro Vieh für artgerechte Nutztierhaltung benennen die im Kleinen funktionierenden Modelle. Auch Bürgermeister Hartmut Keinberger (CDU) stößt ins gleiche Horn: „Wir könnten alle direkt bei unseren Bauern kaufen. Warum tun es so wenige? Wir haben jetzt noch die Chance, mit Herrn Hansen ein Modell für Kosel zu schaffen. Ich werde das unterstützen, die Gemeindevertretung auch.“

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