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Eckernförde Ruhiges Pflaster für die Kieler Straße
Lokales Eckernförde Ruhiges Pflaster für die Kieler Straße
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17:04 05.09.2018
Von Christoph Rohde
Changierendes, aber ruhiges Klinkerpflaster und eine gusseiserne Mittelrinne – so könnte die Kieler Straße aussehen. Quelle: Landschaftsarchitekten Brien/Wessels/Werning
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Eckernförde

Zahlreiche unebene Übergänge gebe es hier, attestierte Andreas Werning vom Lübecker Büro Brien/Wessels/Werning der Kieler Straße. Hinzu kämen viele Einbauten, Geschäftsauslagen, Stellschilder und Außengastronomie. Sein Vorschlag: die Einkaufsmeile flächiger als ruhigen, durchlaufenden Teppich zu gestalten. Orientierung gebe eine gusseiserne Mittelrinne (mit Bezug auf die Frau-Clara-Straße), die Klinkersteine sollten in ihrer Farbe „lebendig changieren“ und für eine größere Stabilität hochkant verlegt werden.

Mittelrinne könnte ein "taktiles Instrument" für Sehbehinderte sein

Schwarze, eingesprenkelte Steine könnten die Grenze für die Auslagen markieren. „Negativ fällt in der Kieler Straße auf, wie intensiv der Straßenraum zugestellt wird“, sagte Werning. Die Mittelrinne könne zudem ein „taktiles Instrument“ für Sehbehinderte sein. Alternativ könnte es zusätzlich taktile Streifen zu den Auslagen hin geben. Auch die Fahrbahnfläche ließe sich im Muster anders verlegen, als die Straßenränder.

Fischgrätmuster für eine stabile Pflasterung

Beiratsmitglied Teja Trüper begrüßte die Konzeption des Landschaftsarchitekten. Der Straßenraum müsse Ruhe ausstrahlen, sagte er. Die jetzigen Schlackebänder und Granitflächen hätten nichts mit der Stadt zu tun und keine Bezüge zu den Fassaden. Die Differenzierung von Fahrbahn und Gehseiten durch Klinker bezeichnete er als „richtigen Ansatz“. Auch die Mittelrinne fand Trüpers Zustimmung. Für eine gute Stabilität der Pflasterung empfahl er das Fischgrätmuster. Der parallel verlegte Klinker in der Frau-Clara-Straße habe jetzt schon gelitten.

Kompromiss wäre geschnittener Granit in der Mittelzone

Als Kompromiss-Lösung hatte Werning Klinker in den Nebenflächen und geschnittenen Granit in der Mittelzone der Straße vorgestellt. Dafür ließen sich vorhandene Materialien wiederverwenden. Zwei Regenablaufrinnen könnten das Motiv der Nicolaistraße aufgreifen. Nicht empfahl der Planer, nur den vorhandenen huppeligen Granit der Kieler Straße durch Klinker zu ersetzen, um Stolperfallen auszubügeln. „Das Muster würde verloren gehen.“

Beirat: Nicolaistraße kann bleiben, wie sie ist

Während Werning für die mitbetrachtete Nicolaistraße eine verringerte Wölbung des Granitpflasterbereichs vorschlug oder – besser – eine ähnliche Neugestaltung wie die favorisierte für die Kieler Straße, so folgte der Gestaltungsbeirat hier nicht. Trüper: „Wir sind alle der Meinung, dass die Nicolaistraße so bleiben könnte, wie sie ist. Für zwei bis drei Zentimeter wenige Wölbung eine ganze Straße aufzureißen, das sei nicht nötig, so das Beiratsmitglied. Hier werde auch ein Stück Eckernförder Geschichte dargestellt mit einer intakten und schönen Gestaltung.

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