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Eckernförde Rekord beim Green Screen Strandkino
Lokales Eckernförde Rekord beim Green Screen Strandkino
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12:38 18.08.2018
Von Manuela Schütze
Das Green Screen Strandkino lockte 1500 Gäste, soviel wie nie, an den Eckernförder Strand beim Ostsee Info-Center. Sie erlebten einen magischen, windstillen Sommerabend mit dem 2017 preisgekrönten Film "Auf Leben und Tod - Das Meer" von Hugh Pearson. Quelle: Manuela Schütze
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Eckernförde

Zum Vorprogramm, dem Vortrag über die Walstrandungen an der Nordsee, ist die Zuhörerschaft am Ostsee Info-Center (OIC) noch übersichtlich. Jan Larkemeyer  (29), Doktorand am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) Büsum, berichtet über die rätselhaften Walstrandungen in der Nordsee im Januar 2016. Als Pathologe und Parasitologe ist er Teil des Bergungsteams. „Allein die schiere Größe ist eine Herausforderung. Wir brauchten schweres Gerät wie Bagger und auch Flens-Messer. Normale Messer, waren einfach sofort stumpf“, erzählt er.

Die 12 Pottwal-Jungbullen, so der Doktorand, wären zwar gut genährt gewesen, hätten aber sehr viel Müll im Magen gehabt, von Fangnetzteilen, über zerbrochene Plastikeimer bis zu einer Motorraumabdeckung. Der Grund für die Strandung läge voraussichtlich in ungewöhnlichen Wetterbedingungen und warmen Wassertemperaturen. Die Wale seien wahrscheinlich ihrer Nahrung, den Kalmaren, gefolgt und so in der flachen Nordsee gelandet. Pottwale seien aber Tiere der Tiefsee. Sie orientierten sich per Echolot. Ist das Gewässer zu flach, funktioniert ihr Ortungssystem nicht mehr, sie stranden. Von ehemals weit über einer Million Tieren gäbe es gegenwärtig weltweit nur noch rund 360000 Pottwale. 

 Strand ist dicht an dicht belegt

Schon während seines Vortrages kommen nach und nach mehr Gäste zum Green-Screen-Strandkino-Abend. Kurz vor Start des Hauptfilms gegen 21 Uhr ist es voll. Kein Platz mehr auf den Stufen des OIC, der Sand bis zur Leinwand dicht an dicht belegt. Viele haben Decken, Campingstühle und kleine Snacks dabei. Wie Dagmar Oelerich aus Büdelsdorf und Irma Koutonen aus Kappeln. Mit Getränk und Chips freuen sie sich auf den Film. „Im letzten Jahr ist er aufgrund des schlechten Wetters ausgefallen, heute passt alles sehr gut“, sagt die Büdelsdorferin mit sichtlicher Vorfreude.

 Furioser Auftakt fürs Naturfilmfestival

Es ist ein furioser Auftakt für Eckernfördes Naturfilmfestival an diesem windstillen Sommerabend an Eckernfördes Strand. Festivalleiter Dirk Steffens, selbst Naturfilmer und Journalist, moderiert den Abend, macht Appetit auf Green Screen, das am 12. September startet. Mehr als 300 Einsendungen aus 70 Ländern habe es dieses Jahr gegeben, darunter aus dem Iran, Afghanistan und Uganda.  „Wir wachsen sehr, das sehen wir an den Ticketverkäufen und an den Einreichungen“, berichtet er. In diesem Jahr sei auch da ein deutlicher Rekord zu verzeichnen.

 Auch spiegelverkehrt kann Kino gehen

Als der Platz vor der Leinwand belegt ist, setzen sich die Naturfilmenthusiasten einfach dahinter. Dass sie Pearsons Film spiegelverkehrt sehen, stört sie nicht, zu beeindruckend sind die Aufnahmen von Jägern und Gejagten, Leben und Überlebenstechniken in den riesigen Weiten unserer Ozeane.  „Was für grandiose Aufnahmen“, sagt eine Eckernförderin ganz ergriffen am Ende des Films.

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