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Eckernförde Ein Orden für Hannelore Struve
Lokales Eckernförde Ein Orden für Hannelore Struve
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17:55 13.03.2018
Von Burkhard Kitzelmann
Glückwünsche, Blumen und eine Urkunde vom Ministerpräsidenten: Hannelore Struve lächelt mit Daniel Günther nach der Verdienstkreuz-Verleihung in die Kamera. Quelle: Frank Peter
Gettorf/Kiel

Am Dienstag um 16 Uhr war es soweit. Aus den Händen von Ministerpräsident Daniel Günther und im Namen des Bundespräsidenten nahm die 71-Jährige in Kiel eine Auszeichnung entgegen, mit der ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement gewürdigt wird. „Ich habe mir den Orden nicht allein verdient“, sagte Hannelore Struve und verwies auf „viele, viele Mitstreiter“.

Mitbegründerin des Windmühlen- und Verschönerungsvereins

Manchmal staunt die Gettorferin selbst darüber, wie viel Einsatz für die Allgemeinheit in knapp viereinhalb Jahrzehnten möglich ist. Mit Diakon Claus Hein organisierte sie etliche Jugendfreizeiten in Südtirol. 1976 war sie Gründungsmitglied des Windmühlen- und Verschönerungsvereins und übernahm das Amt der 1. Vorsitzenden. Ab 1990 führte sie für zehn Jahre den DRK-Ortsverein und war dort auch für den Umbau des Rotkreuz-Hauses verantwortlich.

1998 gehörte sie mit Pastor Manfred Seyler zu den Mitgründern des Kirchbauvereins. Den Vorsitz, den sie 2015 übernahm , führt sie bis heute. Die stolze Bilanz: rund 170000 Euro für die Erhaltung und Verschönerung der St.-Jürgen-Kirche.

Der Verein ist bei Hannelore Struve in den besten Händen. Ob beim DRK oder beim Windmühlen- und Verschönerungsverein: Überall, wo sie wirkte, hinterließ sie eine volle Kasse und einen guten Mitgliederbestand. „Darauf bin ich stolz“, so die gebürtige Kielerin, die die ersten fünf Jahre ihres Lebens im Flüchtlingslager an der Kirchhofsallee verbrachte.

16 Jahre als Kommunalpolitikerin tätig

Den Grundstein für ihr ehrenamtliches Engagement legte sie in der Kommunalpolitik. 1974 errang sie auf Anhieb für die CDU ein Gemeindevertreter-Mandat. Als Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses organisierte sie 1976 mit Verwaltungsmitarbeiterin Luise Bronnmann die Festwoche 100 Jahre freie Gemeinde Gettorf.

1983 folgte der Sprung ins kalte Wasser. Nachdem Wolfgang Stoll, Gettorfs erster hauptamtlicher Bürgermeister, Ende 1983 nach nur kurzer Amtszeit wieder gehen musste, wurde Hannelore Struve, damals 1. stellvertretende Bürgermeisterin, zur vorübergehenden Verwaltungschefin berufen, bis Mitte 1984 Reiner Oncken das Bürgermeisteramt übernahm. „Das waren meine Lehrjahre“, so Hannelore Struve rückblickend.

Als sie 1990 ihre kommunalpolitische Karriere beendete, hatte sie auch vier Jahre als Kreistagsabgeordnete gewirkt.

Ihr Mann Reiner starb 2014. „Früher nannte er mich Eule“, erinnert sich die frischgebackene Verdienstkreuz-Trägerin lächelnd. Er spielte damit darauf an, dass seine Frau ein nachtaktiver Mensch war.

Heute führen die Söhne Stephan (49) und Philipp (45) den väterlichen Malereibetrieb weiter. Zur Firma gehört auch ein Farben- und Tapetengeschäft, das die gelernte Drogistin Hannelore Struve 1968 eröffnete.

Wen sie von einer Sache überzeugt ist, dann kann sie kämpfen

Ihre Stärke? „Ich glaube, mir ist Menschenführung mitgeben worden.“ Als Waage neige sie zwar zu Friede, Freude, Eierkuchen. Aber wenn sie von einer Sache überzeugt sei, dann könne sie kämpfen. Der Kirchbauverein profitiert davon seit vielen Jahren.

Hannelore Struve lässt keine Gelegenheit aus, Geld für den Erhalt der Kirche zu sammeln. So stellt sie sich am Sonnabend wieder beim CDU-Frühlingsball als Garderobenfrau in den Dienst der guten Sache.

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