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Eckernförde Einzigartige Vertragslage in Altenholz
Lokales Eckernförde Einzigartige Vertragslage in Altenholz
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06:00 15.01.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Der jahrzehntelange Konflikt um das Kieler Klärwerk in Bülk ist beigelegt. Die meisten Umlandgemeinden haben bereits Geld für zu viel gezahlte Investitionsbeiträge zurückerhalten. Nachzügler Altenholz muss allerdings noch etwas warten. Quelle: Ulf Dahl
Altenholz

Sondern daran, dass der Vertrag mit Kiel bereits zum 1. Januar 2011 gekündigt wurde. Anlass war der jahrzehntelange Konflikt um zu viel gezahlte Investitionskosten der Umlandgemeinden an die Stadt. Man wollte „wohl den Druck in der Sache erhöhen“, vermutet der Altenholzer Bürgermeister Carlo Ehrich. Altenholz gehörte zu den wenigen Gemeinden, die ein ordentliches Kündigungsrecht hatten – und nicht nur ein außerordentliches. Die Folgen sind allerdings überschaubar: Denn beide Seiten taten seit 2011 einfach so, als bestünde der Vertrag weiter. Das Kieler Klärwerk in Bülk nahm das Altenholzer Abwasser an und reinigte es, Altenholz zahlte weiterhin dafür.

Unterzeichnung verzögert sich

Zu dieser Sonderrolle unter den Umlandgemeinden passt es irgendwie auch, dass Altenholz überraschend, aber einstimmig in der Gemeindevertretung am 12. Dezember beschloss, die Unterschrift unter die Einigung ins Jahr 2019 zu verschieben. Zwei Juristen, die auch Kommunalpolitiker sind, hatten im Vertrag sprachliche Unklarheiten ausgemacht. Die Liste werde derzeit von der Altenholzer Verwaltung abgearbeitet, erklärt Carlo Ehrich. Ziel sei es, am 13. März im Hauptausschuss darüber zu beraten.

Folgen sind unklar

Unklar ist, ob Altenholz nach der Verschiebung noch damit rechnen kann, dass Kiel den günstigeren Schlüssel für die Entgeltberechnungen rückwirkend ab 2018 anwendet. Auf Anfrage hieß es dazu aus dem Pressereferat: „Den Kommunen, die bereits 2018 unterschrieben haben, wird rückwirkend das seit Januar 2018 gültige Entgelt in Rechnung gestellt.“ Es wäre also möglich, dass Altenholz – letztlich die Gebührenzahler – ein Jahr länger mehr bezahlen muss.

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