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Eckernförde Dicke Luft im Waldidyll
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17:59 11.09.2018
Von Cornelia Müller
Die betroffenen Anwohner sorgen sich auf der Einwohnerversammlung über die Zukunft in ihren Häusern. Quelle: Cornelia D. Mueller
Noer

Die Einwohnerversammlung am Montag warf emotionale Wogen auf. Jetzt setzen alle Beteiligten Hoffnung in ein Gespräch im Innenministerium. Knallvoll ist das Sportheim Lindhöft. „Mehr als 70 Anwesende“, schätzt Bürgermeisterin Sabine Mues (CDU).

Seit Mai überprüft die Bauaufsicht des Kreises 33 Grundstücke im In’t Holt, auf denen 1962 Wochenendhäuser erlaubt wurden. Ergebnis: Das Gros ist seitdem dauerhaft bewohnt. Aber das gibt der 2008 aufgelegte Bebauungsplan nicht her. Wenige meldeten nach den Briefen vom Kreis, die „unzulässige Nutzung Dauerwohnen“ bescheinigen, schnell einen ersten Wohnsitz anderweitig an. Noch weniger hatten schon zwei Wohnsitze. 23 aber haben den einzigen Wohnsitz dort und sehen keine Alternative. „Schließlich“, unterstreichen sie, „wurde der vom Amt ohne mit der Wimper zu zucken eingetragen.“ „Weil Melderecht und Baurecht zwei Paar Schuhe sind und man Anmeldungen nicht verweigern kann“, erklärt Mues. „Aber in jüngerer Zeit wurden neue Eigentümer darauf hingewiesen, dass sie dort nur zeitweise wohnen dürfen.“

Dass alles rechtens sei, was auf dem Behördenweg ins Rollen komme, legt sie betont sachlich dar. Die Bauamtsleiterin vom Amt bestätigt den Vorgang, hält sich aber neutral. Tenor: Noer hat laut Auskunft übergeordneter Behörden 2008 keine andere Möglichkeit gehabt, als genau diesen B-Plan aufzustellen, um sich vor Wildwuchs zu schützen. Da meldet sich Altbürgermeister Klaus Neyer (SPD). „Alle haben damals Fehler gemacht. Der Eindruck, den die Bewohner noch 2008 hatten, stimmt: Sie waren willkommen. Heute habe ich den Eindruck, dass sich der politische Wille ändert“, sagt er unter Beifall.

Die Bürgermeisterin schlägt ein Gespräch im Innenministerium mit Vertretern der In’t Holter, der Gemeinde, des Amtes vor und sagt zu, den Kreis um Aufschub zu bitten. Ob die brandneue Formel im Baugesetzbuch zur Anpassung von Wochenendhausgebieten an die Realität hilfreich sein kann, klärt sich dann vielleicht auf.

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