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Eckernförde Plastik kommt nicht in die Tüte
Lokales Eckernförde Plastik kommt nicht in die Tüte
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19:31 08.01.2017
Von Kai Pörksen
Inis Saß und Julian Hinsch setzten bei Fischbrötchen auf 100 Prozent abbaubare Kunststofftüten. Quelle: Kai Pörksen
Eckernförde

Andreas Rook hat leichtes Spiel beim ersten Fischmarkt des neuen Jahres, viele Kunden gute Vorsätze und Rook handelt mit Obst. Und was die Verapckung angeht, so freuen sich die Kunden über die praktische Transportmöglichkeit, und die Stadt freut sich über einen sauberen Hafen. Julia Pflugheber und Dennis Voß aus Eckernförde sind Stammkunden, schätzen die Ware und freuen sich über eine wiederverwertbare Tüte. Mit einigen Kilo Gewicht und vielen Vitaminen ziehen sie froh des Weges.

 „Als ich die Marktbesucher vor fast einem Jahr über die neue Verpackungsverordnung informierte, musste ich mir viele Fragen gefallen lassen“, sagt Wilfried Wagner, Veranstalter des Fischmarktes. „Was haben Sie sich denn dabei gedacht?“, sei nur eine davon gewesen. Viel Aufklärungsarbeit sei notwendig gewesen, über die Hintergründe zu informieren – und darüber, dass es keine Schikane der Stadt, sondern politischer Wille des Rates sei, die Umwelt nicht durch unnötigen Plastikverbrauch zu belasten. Die Gemüter hätten sich aber längst beruhigt und die Aussteller darauf eingestellt.

 Das tun sie auf unterschiedliche Weise. Während die meisten überhaupt keine Plastiktüten mehr anbieten, gibt es sie am Stand von Niepels Steinofen-Spezialitäten aus Rothenburg a.d. Wümme nur gegen Aufpreis von zehn Cent. „Wir geben sonst nur Papiertüten aus, und das klappt gut“, sagt Verkäuferin Nicoline Friebe. Und ihr Kollege Bernhard Indorf ergänzt: „Es wurde Zeit, dass mal jemand was macht gegen den Verpackungswahn.“

 Nicht verzichten auf tragfähige Plastiktüten mag man bei dem Fischanbieter Jens-Uwe Hinsch. Aber: „Wir verwenden zu 100 Prozent biologisch abbaubare Tüten“, sagt Juniorchef Julian Hinsch und zeigt ein Exemplar. Darauf steht, dass die Tragetüte vollständig unter dem Einfluss von Sonnenlicht und Sauerstoff zerfällt. Für den Nachhauseweg in Eckernförde dürfte die Tragfähigkeit also reichen an diesem bedeckten Sonntag.

 Veranstalter Wagner erinnert daran, dass früher der Fisch in Zeitungspapier eingewickelt wurde. Das hört der Reporter natürlich nicht ganz so gern, hofft aber, dass in diesem Fall die Zeitung wenigstens zuvor gelesen wurde.

 Ansonsten laufe der Fischmarkt bei seinem ersten Termin 2017 rund. Weniger Besucher als im Sommer seien zwar an diesem Sonntag gekommen, dafür viele Einheimische und Stammkunden, so Wagner. Der Vorteil sei zudem, dass man in Ruhe und ohne Geschiebe das Angebot wahrnehmen könne. Neben Eckernförde hätten auch in Kiel und Rendsburg die Innenstädte geöffnet, da gebe es also Alternativen für einen Ausflug.

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