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Eckernförde Mitglieder stimmen für Umzugspläne
Lokales Eckernförde Mitglieder stimmen für Umzugspläne
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13:16 28.04.2018
Von Cornelia Müller
Jörg Lorenz, Andrea Seemann und Wahlleiter Henning Ströh (v.l.) zählen gleich die Stimmzettel aus. Kurz darauf sind die Weichen gestellt. Der ESV nimmt Gespräche mit der Stadt über ein Grundstück für den Umzug des Fußballvereins auf. Quelle: Cornelia D. Mueller
Eckernförde

"Ein positives Votum bedeutet noch nicht, dass wir schon konkret wüssten, wohin wir umziehen können und ob wir den Schritt dann wirklich vollziehen werden", hatte der Vorsitzende Jörg Meyer vor der Abstimmung im Vereinsheim am Bystedtredder klargestellt.

"Es hieße aber, dass wir Sondierungsgespräche aufnehmen, welche der vier Grundstücksvarianten, die uns momentan möglich erscheinen, machbar ist. Wenn alle Bedingungen vorliegen, sind die Mitglieder erneut gefragt."

Vorab bot der ESV fünf Workshops für Mitglieder an

Der außerordentlichen Mitgliederversammlung des 525 Mitglieder starken Clubs im Stadtteil Borby waren fünf Mitglieder-Workshops und auch die Beteiligung der Anwohner vorausgegangen. Der letzte war im Januar 2018.

Hintergrund ist die Tatsache, dass die bestehenden Plätze am Bystedtredder nicht mehr ausreichen, Parkplätze fehlen, das Vereinsheim den Anforderungen nicht mehr standhält, der Club nicht einmal ein richtiges Büro hat.

Für Parkplätze am Bystedtredder müsste der C-Platz weichen

Der Raum für einen neuen Kunstrasenplatz wäre äußerst begrenzt. Eine Flutlichtanlage mit nicht streuendem Licht wäre in jedem Fall nötig. Der so genannte C-Platz müsste für Parkplätze geopfert werden.

Im Spielbetrieb kam es laut Meyer schon dazu, dass auch der Verein selbst Anzeigen kassierte. Autos von Zuschauern, Teilnehmern und Eltern junger Spieler stehen bei Turnieren notgedrungen dort, wo Parken nicht erlaubt ist.

Viele ESVler stimmt per Briefwahl ab

Zu der Versammlung, die nur für die Abstimmung einberufen wurde, kamen 63 Stimmberechtigte. Viele hatten vorab per Briefwahl die Stimme abgegeben. Aufgrund der vielen Kinden und Jugendlichen unter den Fußballern wären nur 278 ESVler wahlberechtigt gewesen.

Unter den 143 abgegebenen Stimmen waren acht ungültig. Die Wahlbeteiligung entspricht 48 Prozent, "ein guter Wert", wie Meyer anmerkte. 113 Mitglieder stimmten für die Pläne (84 Prozent), 22 dagegen (16 Prozent).

Der Verkauf des Geländes würde bei der Finanzierung helfen

Die Gegner wünschen sich den Verbleib des ESV am Gründungsstandort. Der Vorstand hatte deutlich gemacht, dass sich notwendige Ertüchtigung mit Kunstrasenplatz, Flutlicht, neuem Vereinsheim, modernen Umkleideräumen und Duschen, Büro, Restaurant, Parkplätze mindestens 2,6 Millionen Euro kosten würde.

Zur Finanzierung könnte der Verkauf des heutigen Geländes dann nicht dienen. Zudem müsste der Umbau parallel zum Spielbetrieb laufen. Für den Fall eines Umzugs ist der Bau von bis zu neuen 200 Wohnungen in Borby im Gespräch.

Noch 2018 soll klar sein, wo der Club wirklich bauen kann

Das sind die möglichen neuen Standorte: eine Ackerfläche am Borbyhof am Ortsrand; ein Grundstück am Schulzentrum Süd; landwirtschaftliche Flächen am Louisenberg nördlich des Marinestützpunkts; ein Gelände am Borbyer Hagen, das zur Gemeinde Barkelsby gehört.

Platzbedarf und Raumverhältnisse der Alternativstandorte hat der ESV bereits mit einem Planer ausgelotet. Meyer: "Ich bin sehr glücklich über das Votum und die Diskussion, die wir heute noch hatten. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende 2018 klarer sehen, wo die Reise hin geht."

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