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Eckernförde Gelebtes Wir-Gefühl
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17:03 16.12.2016
Von Burkhard Kitzelmann
Daumen hoch für Gettorf (von links): Regina Schroeder (Cima), Thorsten Wilke (FDP) sowie Patrizia Gorm und Thomas Grötsch (HGV). Quelle: Burkhard Kitzelmann
Gettorf

Nach knapp zwei Jahren läuft Ende des Monats der mit der Lübecker Cima abgeschlossene Vertrag über den Aufbau eines Stadtmarketings ab. Noch im Sommer mussten sich die Berater aus Lübeck von Kommunalpolitikern zum Teil heftige Kritik anhören. Es sei zu wenig bewirkt worden, es fehle Greifbares – so oder ähnlich lauteten die Vorwürfe. „Die Kritiker haben nicht berücksichtigt, dass ein Großteil der Arbeit im Verborgenen geleistet wurde“, nahm HGV-Chef Thomas Grötsch schon damals die Cima im Schutz. Auch am Freitag, als ein abschließendes Fazit gezogen wurde, zeigte sich Grötsch von der Sinnhaftigkeit des Cima-Einsatzes überzeugt. „Es wurden Handlungsstrategien erarbeitet, die uns dabei helfen, Gettorf nach vorn zu bringen“, sagte de HGV-Vorsitzende.

 Nicht nörgeln, nicht zaudern, sondern nach vorn schauen und mit vereinten Kräften an einem erfolgreichen Abschluss arbeiten: Als im Frühherbst eine Lenkungsgruppe gebildet wurde, sorgte dies zur Freude von Cima-Beraterin Regina Schroeder für einen Wendepunkt. Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter setzten sich gemeinsam mit Gewerbetreibenden und Vertretern von Organisationen wie der Kirche und dem Tierpark an einen Tisch und überlegten gemeinsam, wie es vorangehen kann. Für HGV-Aktivistin Patrizia Gorm war das „ein gelebtes Wir-Gefühl“.

 Mittlerweile gibt es ein ganzes Bündel an Handlungsempfehlungen. „Es ging uns darum, etwas Tragfähiges zu schaffen, auf das aufgebaut werden kann“, erläuterte Regina Schroeder. Der vermutlich weitreichendste Vorschlag: Gettorf braucht einen professionellen Standortmanager. Wie berichtet, hat die Gemeindevertretung in dieser Woche zugestimmt und für die nächsten drei Jahre jeweils 48000 Euro für eine halbe Stelle und Sachkosten bewilligt. Dass die Stelle des Standortmanagers direkt beim Bürgermeister angesiedelt werden soll, damit können Cima und HGV ebenso „gut leben“ wir der Gettorfer FDP-Vorsitzende Thorsten Wilke. Für den liberalen Kommunalpolitiker, der Mitglied der Lenkungsgruppe ist, geht mit der Professionalisierung des Stadtmarketings und der Wirtschaftsförderung ein langgehegter Wunsch in Erfüllung.

 „Dass es in Gettorf keine freien Gewerbeflächen mehr gibt, macht mir große Sorgen“, sagte Wilke. Dies zu ändern und Fördermöglichkeiten auszuloten, sei eine wichtige Aufgabe des Standortmanagers. Aber es gehe nicht allein um die Wirtschaft, unterstrichen Wilke und Grötsch, „es geht um das Wohl der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger“. Der HGV werde sich auch weiterhin einbringen und die Arbeit nicht allein dem Standortmanager überlassen, unterstrich Grötsch.

 Das von der Cima erarbeitete Stadtmarketingkonzept gibt dem künftigen Standortmanager bereits etliche fertig entwickelte Handlungsstrategien an die Hand. Dazu gehören zum Beispiel ein Straßenmalerei-Fest „Tierisches Gettorf“ im Sommer und ein Weihnachtsmarkt, eine Band-Night mit lokalen Musikgruppen auf einer leerstehenden Ladenfläche und ein Willkommenspaket für Neubürger.

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