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Eckernförde Geklauter Geldsack bleibt ein Rätsel
Lokales Eckernförde Geklauter Geldsack bleibt ein Rätsel
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07:45 01.05.2018
Von Tilmann Post
Knapp 30.000 Euro in Scheinen waren in dem Sicherheitsbeutel, der vor mehr als eineinhalb Jahren aus einer Bank in Eckernförde gestohlen wurde und bis heute verschwunden ist. Quelle: Patrick Seeger
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Eckernförde

Wem dieser Coup geglückt war, sollte bereits eine Gerichtsverhandlung zeigen, die im Dezember begann. Auf der Anklagebank saß ein Kassierer des Geldhauses. Er hatte den Sicherheitsbeutel mit knapp 30.000 Euro an einem Tag im Oktober 2016 befüllt und neben zwei weitere solcher Behälter zur Abholung durch eine Werttransportfirma im Keller bereit gelegt. Doch die Sicherheitsbediensteten fanden einen Tag später nur zwei Säcke vor.

Urteil ist rechtskräftig

Der Prozess über mehrere Monate brachte zutage, dass mindestens acht Mitarbeiter der Bank die Gelegenheit hatten, den Sack an sich zu nehmen. Der Angeklagte, der die Tat immer bestritten hatte, wurde Mitte April freigesprochen. Selbst die Staatsanwältin hatte auf dieses Urteil plädiert. Gegen den Richterspruch wurden erwartungsgemäß keine Rechtsmittel eingelegt. „Der Freispruch ist rechtskräftig geworden“, sagte Staatsanwalt Henning Hadeler.

Damit ruhen die Ermittlungen nun, und es sieht danach aus, dass es im beschaulichen Eckernförde nun einen Fall des perfekten Verbrechens gibt. Das Werk eines Meisterdiebs, der nie zur Räson gebracht wird. „Das bleibt nun erst einmal eine Unbekannt-Sache. Wenn keine neuen Erkenntnisse hinzu kommen, passiert nichts“, erklärte der Staatsanwalt.

Keine neuen Anhaltspunkte

Doch es wird auch nicht weiter nach Indizien gesucht. Allein die Tatsache, dass der damalige Angeklagte unschuldig ist, also ein anderer verantwortlich sein muss, reiche dazu nicht aus. „Während der Verhandlung ist alles bereits überprüft worden, daraus haben sich keine neuen Anhaltspunkte ergeben. Wir können ja nicht dasselbe noch einmal ermitteln“, so Hadeler.

Frische Erkenntnisse wären zum Beispiel möglich, wenn sich ein Zeuge nachträglich meldet. Oder wenn der Geldsack plötzlich zufällig gefunden wird. „Die Wahrscheinlichkeit ist erfahrungsgemäß gering“, so Henning Hadeler. Vor allem, weil der Diebstahl bereits mehr als eineinhalb Jahre zurückliegt.

Tat verjährt nach fünf Jahren

So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich noch jemand erinnert. Aber die Zeit spielt dem wahren Täter auch deshalb in die Hände, weil die Staatsanwaltschaft bereits in weniger als dreieinhalb Jahren ohnehin die Akte zuklappen wird. „Die Tat kann solange verfolgt werden, bis sie verjährt ist“, erklärte Hadeler. In diesem Fall sind es fünf Jahre ab dem Zeitpunkt des Diebstahls. Bis Oktober 2021 könne es also noch zu Ermittlungen kommen.

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