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700 Jahre St. Jürgen-Kirche

Gettorf feiert 700 Jahre St. Jürgen-Kirche

Mit ihrem 64 Meter hohen Turm ist sie das Wahrzeichen Gettorfs und ein bedeutender Sakralbau in der Region zwischen Kiel und Eckernförde: die St. Jürgen-Kirche. Vor 700 Jahren wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Das möchte die Gemeinde im Mai groß feiern.

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Platz für 350 Gläubige: Blick durch das Kirchenschiff von St. Jürgen auf den Marienaltar aus dem Jahr 1510.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Das am Pfingstsonntag, 20. Mai, beginnende Jubiläumsprogramm endet am 27. Mai mit einem Festgottesdienst, zu dem unter anderem Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Bischof Gothart Magaard erwartet werden.

Die Ursprünge der Kirche gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück – in eine Zeit, in der die Besiedlung des bis dahin fast menschenleeren Silva Danica begann. Das Gettorfer Langhaus, das heutige Mittelschiff der Kirche, entstand um 1250.

St. Jürgen war einst Wallfahrtskirche

Vor der Reformation war St. Jürgen eine Wallfahrtskirche. 1318 tauchte ihr Name erstmals in einer Urkunde des Schleswiger Bischofs auf. Der Turm wurde 1491 erbaut. Sein achteckiger Helm gilt als Meisterwerk damaliger Zimmermannskunst. Zweimal, 1814 und 1913, brannte er.

1520 entstand der Anbau der heutigen Marienkapelle. Von der damaligen Marienverehrung zeugt noch heute der zweiflügelige Marienaltar, 1510 von einem unbekannten Lübecker Schnitzer meisterhaft gefertigt. 13 Jahre später wurde in St. Jürgen die erste lutherische Predigt gehalten.

Kirche ist baulich in gutem Zustand

Zu ihrem 700. Geburtstag präsentiert sich die Kirche in einem guten Zustand. 2008 bekam das Gotteshaus ein neues Dach, 2012 folgten in einem finanziellen Kraftakt die Neueindeckung des Kirchturms und die Sanierung des Mauerwerks, in den Jahren darauf konzentrierten sich die Investitionen auf den Innenraum des Bauwerks, das sich zu einer bedeutenden Konzertkirche entwickelt hat.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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