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Eckernförde Millionen fließen ins Abwasser
Lokales Eckernförde Millionen fließen ins Abwasser
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07:11 22.11.2018
Von Cornelia Müller
Frank Stubbe, stellvertretender Leiter des Klärwerks Gettorf, zeigt die neuen Becken der Anlage. Schon jetzt sind in die Entsorgung Millionen geflossen. 1,5 Millionen Euro kommen mit dem Bau der neuen Leitungstrassen hinzu. Quelle: Cornelia D. Mueller
Gettorf

Dienstagabend gab die Gemeindevertretung dem Vorhaben das letzte Okay. „Millionen zu vergraben“, was mit aufgerissenen Straßen einher geht, hat keine populäre Zugkraft. Und schon gar nicht gilt das für die höheren Abwassergebühren ab Januar 2019.

Deshalb will Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU) es all denen erklären, die wissen wollen, wo ihr Geld bleibt und warum alles immer teurer wird.

In der Einwohnerversammlung wird das Abwasserprojekt erklärt

Die Einwohnerversammlung am Montag, 26. November, um 19 Uhr im Hotel Stadt Hamburg rückt das Schmutzthema ins Licht. Für die Entsorgung des Abwassers zahlen Gettorfer künftig 3,16 Euro pro Kubikmeter. Bislang sind es 2,65 Euro.

Warum muss die Maßnahme überhaupt sein? 2017/18 hatte die Gemeinde schon an die Regenwasserkanalisation mit ihren 50 Jahre alten Leitungen auf 300 Metern für 223000 Euro technisch aufrüsten lassen.

Dabei wurden gleich die Schmutzwasserrohre mit gereinigt und von innen gefilmt. Ergebnis: Die Leitungen liegen teils schon in Scherben, haben Risse und Versprünge, die den Durchfluss behindern.

Gettorfs Leitungen haben keine Reserve für mehr Einwohner als heute

„Und die Hauptleitungen des Schmutzwassersystems bieten keine Reserven mehr für höhere Belastungen als heute“, erklärt Frank. „Dabei wächst Gettorf weiter, die Abwasserlast nimmt zu. Wir müssen die Sache jetzt unbedingt anpacken.“

Das enthält das Paket „Neubau der Schmutzwasservorflut“: Die von Norden kommende Leitung von der Bekstraße unter Hof Kruse und der Hauskoppel hindurch zum Klärwerk und die von Süden kommenden Leitung von der Christianstraße unter der Hauskoppel werden verlegt.

Die Hälfte aller Abwässer aus Gettorf fließt auf diesem Weg zur Kläranlage. Käme es heute zu einem Schaden, würden sich braune Wassermassen auf Privatgrund ergießen.

Mit Beginn der Bauarbeiten ist Mitte 2019 zu rechnen

Die neuen Trassen befinden sich überwiegend auf öffentlichem Grund.  Und alles Abwasser kommt künftig zentral am Klärwerk an und durchläuft es eine neue Pumpstation mit Schredder. So kommt die Fracht schön zerkleinert im Klärwerk an.

Anfang 2019 kann die Verwaltung die Arbeiten ausschreiben. Mit Beginn der schätzungsweise sechsmonatigen Buddelei wird zur Jahresmitte gerechnet.

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