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Eckernförde 150 Rettungskräfte im Löscheinsatz
Lokales Eckernförde 150 Rettungskräfte im Löscheinsatz
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11:49 06.09.2018
Von Rainer Krüger
Das Übungsszenario in Holzbunge hatte es in sich: Insgesamt 14 Verletzte mussten beim simulierten Hallenbrand gerettet und versorgt werden. Quelle: Rainer Krüger
Holzbunge

Spektakulär dabei: Die Büdelsdorfer Feuerwehr fuhr ihrem 36 Meter langen Teleskopgelenkmast aus, um Verletztendarsteller aus dem Obergeschoss zu retten. Ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen – die Rüchel Plöhn GmbH – hatte ihr Gelände zu Verfügung gestellt. „Die Firma ist erst seit einem Jahr in Holzbunge. Da war es wichtig, das Gelände kennenzulernen“ sagte Holzbunges Wehrführer Björn Schröder, zugleich Einsatzleiter. Er gehörte auch zum Vorbereitungsteam der um 19 Uhr gestarteten Übung.

Das Szenario hatte es in sich. Insgesamt 14 Verletztendarsteller mussten gerettet und versorgt werden. „Da es laut Annahme in der Halle brannte, brauchten wir Atemschutzgeräteträger. Erstmals haben wir einen zentralen Pool aus ihnen gebildet. So konnten Trupps zentral je nach Bedarf eingesetzt werden. Dieses Konzept werden wir ausbauen“, sagte Schröder auch im Namen der Amtswehr. Eine Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Um genügend Wasser zu bekommen, mussten Schlauchleitungen zum 1,8 Kilometer entfernten Bistensee gelegt werden. „Taktisch kam es darauf an, Wehren mit dem meisten Schlauchmaterial auch zum Verlegen der Leitung einzusetzen“, erklärte Schröder. Es war die erste Übung, bei der alle Wehr des Amtes und die Brandschützer aus Büdelsdorf gemeinsam alarmiert wurden.

Überraschungen waren eingebaut. Für ein Extraproblem sorgte eine Actioncard. Als Zusatzschwierigkeit kollabierte ein Feuerwehrmann beim Schlauchverlegen. Reichlich Arbeit bereitete den Helfern auch Darstellerin Annemarie Sommerfeld. Die 27-Jährige mimte eine besorgte Frau, die ihren Bruder selbst aus der brennenden Halle retten wollte. Mit überzeugenden Verzweiflungsschreien lief sie auf die Türen zu. Bei drei Versuchen mussten sie Feuerwehrleute abfangen und wegziehen. „Das Ausbüxen hat zwei Mal geklappt. Ich bin zufrieden mit mir“, sagte die erfolgreiche Unruhestifterin. Zwei Kilometer der Kreisstraße 2 waren während der zweistündigen Übung gesperrt.

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