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Eckernförde Grüne in Eckernförde fordern Tempo 60
Lokales Eckernförde Grüne in Eckernförde fordern Tempo 60
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17:29 06.03.2019
Von Christoph Rohde
80 Stundenkilometer sind auf dem Abschnitt der B76 zwischen Noorstraße und Carlshöhe erlaubt. Die Grünen plädieren auf der nur knapp einen Kilometer langen Strecke für Tempo 60. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Hintergrund ist die Lärmaktionsplanung der Stadt, deren dritte Stufe vor dem Beschluss steht. Ziel des Konzepts ist es, durch weniger Verkehrslärm die Gesundheit der Anwohner zu schützen und die Wohnqualität langfristig zu erhöhen. In den Stellungnahmen zum ausgelegten Entwurf kritisiert ein Einwohner, dass im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B76 die Geschwindigkeit von 60 auf 80 Stundenkilometer im Abschnitt Noorstraße bis zur Carlshöhe heraufgesetzt wurde.

Dadurch würden die Bemühungen der Lärmaktionsplanung konterkariert, bemängelt der Eingeber. „Statt zu einer Minderung, ist es zu einer Erhöhung des Verkehrslärms gekommen.“ Auf entsprechende Hinweise in der Fragestunde des Umweltausschusses und im Bürgerworkshop zur Lärmaktionsplanung habe es keine Resonanz gegeben. Nach seinen Angaben sind auch Anwohner von Teilen des Pferdemarktes, der Gorch-Fock-Straße und der Schleswiger Straße sowie etliche Kleingärten von dem belastenden Straßenlärm betroffen.

Tempo 80 bringt auf einen Kilometer keine Entlastung

Rückendeckung bekommt er von der Rathaus-Fraktion der Grünen. Sie fordert in einem Antrag zur Lärmaktionsplanung nicht nur eine Überprüfung der tatsächlichen Belastungen für die Anwohner, sondern auch Gespräche mit dem für die B76 zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und der Polizei über eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf dem betreffenden Abschnitt von 80 auf Tempo 60. Auf der nur knapp einen Kilometer langen Strecke zwischen Noorstraße und Carlshöhe bringe Tempo 80 keine verkehrstechnische Entlastung, argumentiert Fraktionschef Edgar Meyn.

Stattdessen komme es zu deutlichen Abbremsungen, da im Bereich Carlshöhe 50 Stundenkilometer und 30 in der Einmündung Schwansenstraße gefordert seien. „Unnötiger Lärm und vermeidbare Abgase beeinflussen negativ die Umgebung“, kritisiert Meyn. Bei westlichen Winden seien Krankenhaus, Seniorenheim, Schulen, Kindergärten, Kleingartenanlage, Wohnbereiche und das Umwelt-Info-Zentrum betroffen.

Grüne sehen in diesem Fall die Grenzwerte überschritten

Die Grünen fordern Fakten durch Lärm- und Geschwindigkeitsmessungen. Darüber hinaus gelte es, ein umweltpolitisches Zeichen zu setzen, so der Fraktionschef. Er sieht Handlungsbedarf, da in diesem Fall die Grenzwerte überschritten würden und eine Zunahme der Verkehrsdichte zu erwarten sei.

Info-Tag: Der Entwurf des Eckernförder Lärmaktionsplans 2018 soll am Donnerstag, 28. März, in der Ratsversammlung beschlossen werden. Die Sitzung beginnt 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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