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Eckernförde Erdbeeren satt zum Selbstpflücken
Lokales Eckernförde Erdbeeren satt zum Selbstpflücken
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07:02 06.06.2018
Von Cornelia Müller
Erdbeeren selbst pflücken im Dänischen Wohld auf Gut Birkenmoor: Jörg Ebeling und Enkelin Tjara mit Landwirtin Kathrin Abel-Brauns (Mitte) genießen den sonnigen Tag auf dem Feld. Quelle: Cornelia D. Mueller
Schwedeneck

Zum Glück streicht leichter Wind über das Erdbeerfeld von Gut Birkenmoor in Schwedeneck. Da wird es auch in der Sonne nicht zu heiß. Tjara (8) und ihr Großvater Jörg Ebeling aus Eckernförde haben eine große Schüssel fast gefüllt mit Erdbeeren.

Landwirtin Kathrin Abel-Brauns macht das Zusehen Spaß: Opa und Enkelin suchen sorgfältig die knallroten prallen Früchte aus. Die Hellen sollen ja noch zur vollen Reife kommen, bevor sie einer pflückt.

Erdbeer-Pflücker kamen gleich in Scharen nach Birkenmoor

Am Wochenende musste Hofinhaberin Abel-Brauns ihr ein Hektar großes Feld mit ökologisch angebauten Beeren mit Demeter-Siegel und das idyllische Feldcafé für einen Tag schließen. „An den ersten drei Erntetagen kamen so viele Selbstpflücker, dass die Pflanzen einen Tag Pause zum Nachreifen brauchten“, klärt sie auf.

Drei Sorten baut sie an, die nacheinander reifen und die Saison auf mehrere Wochen strecken: Honeoye, Corona und Florence. „Ich rechne damit, dass der Plan trotz Dauersonne aufgeht“, sagt sie.

Auf Gut Warleberg reifen gerade zu viele Erdbeeren auf einen Schlag

Frederik Kerlen, der mit Henrik Buchenau die Obstplantage von Gut Warleberg in Neuwittenbek betreibt, ist da nicht ganz so sicher. Auf 15 Hektar baut der konventionelle Betrieb Erdbeeren an.

„Das Frühjahr war zu Beginn kalt. So wurden die ersten Erdbeeren etwas später reif als sonst“, berichtet er. „Wir haben neun Sorten und verlängern die Saison normalerweise bis Mitte August. Aber diesmal wird zu viel auf einen Schlag reif."

Warleberg und Birkenmoor bekennen sich konsequent zu Regionalität

Selbstpflücker und Erntehelfer kommen kaum hinterher. Auch in anderswo reifen Früchte im Eiltempo - oft auf Großplantagen. Die Folge ist der Preisverfall, „den wir nicht mitmachen können und wollen“, ist man sich in Warleberg und Birkenmoor einig.

Beide Betriebe bekennen sich zu Regionalität und Qualität, setzen auf Direktvermarktung. Verkauf an den Großmarkt ist tabu. Abel-Brauns und Kerlen hat die Hoffnung, dass echte Erdbeerfans die Frische „der Früchte von nebenan“ zu schätzen wissen – und den Unterschied schmecken.

Hier können Sie Erdbeeren selbst pflücken

Gut Birkenmoor, Düsternbrooker Weg 2, Schwedeneck: Feldcafé genießen und ökoöogisch Demeter-Erdbeeren pflücken täglich von 9 bis 18 Uhr. Täglich um 16 Uhr Tierführungen (Angler Sattelschweine, alte Schafrassen).

Gut Warleberg, Warleberg 8, Neuwittenbek: Täglich 9 bis 19 Uhr Erdbeeren pflücken. Obstcafé am Nord-Ostsee-Kanal bis 3. Oktober täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Im Laufe der Saison gibt es auch Himbeeren, Kirschen, Heidelbeeren, Pflaumen, Äpfel.

Biolandhof Großholz, Großholz 1a, Holzdorf: Erdbeerfeld täglich von 8 bis 20 Uhr für Selbstpflücker geöffnet. Hofverkauf freitags von 15 bis 18 Uhr.

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