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Eckernförde Obst und Gemüse für Bedürftige
Lokales Eckernförde Obst und Gemüse für Bedürftige
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12:14 17.12.2018
Können in der Gettorfer Tafel-Ausgabestelle noch Verstärkung gebrauchen: Evi Reinberg (von links), Elke Biehl und Barbara Neusüß bereiten das Obst und Gemüse für die Kunden vor. Quelle: Jan Torben Budde
Gettorf

Jetzt nutzen knapp mehr als 60 Bedarfsgemeinschaften das Angebot der Außenstelle der Eckernförder Tafel, die sich auf dem Gettorfer Bauhofgelände befindet. Weil hinter dieser Zahl noch Lebenspartner oder ganze Familien stecken, schätzt die 76-Jährige den tatsächlichen Kundenstamm auf 150 bis 200 Kinder und Erwachsene.

Nach ihrer Vermutung gibt es in Gettorf und Umgebung noch mehr Bedürftige, die aber den Gang zur Tafel scheuen. „Wir sind hier in einer ländlichen Region, da fürchten manche Leute das Gerede von Nachbarn“, sagt Barbara Neusüß. Wer sich Lebensmittel von der Tafel holen möchte, muss zwei Euro zahlen und zudem seine Bedürftigkeit nachweisen. Anspruch haben Menschen, die Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt beziehen. Eine vierköpfige Familie erhalte naturgemäß mehr Lebensmittel als ein Alleinstehender. „Doch wie viel die Kunden hier bekommen, richtet sich auch danach, was uns zur Verfügung steht“, erklärt die gelernte Apothekerassistentin, die seit 2009 bei der Tafel mit anpackt.

Das Warensortiment lässt sich sehen: Es gibt Obst und Gemüse, Nudeln und Brot, Zucker und Mehl, Joghurt und Margarine, Fisch und Aufschnitt. Die Waren bezieht die Tafel von Supermärkten, Discountern und Bäckereien. Ein achtköpfiges Fahrer-Team holt die Lebensmittel donnerstags ab, um diese zur Ausgabestelle zu bringen.

„Wir können noch einen Fahrer oder eine Fahrerin gebrauchen“, berichtet Barbara Neusüß, „am besten jemanden, der es nicht mit dem Rücken hat.“ Denn die Kisten sind mitunter schwer, weshalb dann gleich zwei Freiwillige beim Tragen anpacken müssen. Auch das Team in der Lebensmittel-Ausgabe freut sich über Verstärkung. „Für den Fall, dass mal zwei oder drei Helfer ausfallen“, so Barbara Neusüß.

Das Sortiment mit Bananen, Kaffee, Reis & Co. wird auf Tischen präsentiert. „Jeder Kunde bekommt eine Nummer, die dann aufgerufen wird“, erklärt die Gettorferin. Es solle gerecht zugehen. Auch der Umweltgedanke spielt in der Gettorfer Tafel-Ausgabestelle eine Rolle: „Wir wollen weg vom Plastik“, kündigt Barbara Neusüß an. Daher kommen Brötchen, Brot und Kartoffeln jetzt in handgenähte Stoffbeutel.

Was Lebensmittel angehe, sieht die Ansprechpartnerin die Gettorfer Tafel-Ausgabe momentan gut aufgestellt. Unterstützung werde vielmehr bei den Betriebskosten für die Räume benötigt. „Schon allein, dass so viele Lebensmittel, die sonst weggeworfen werden würden, hier bedürftigen Menschen zugute kommen, ist ein guter Grund, die Tafel zu unterstützen“, betont Helferin Elke Biehl aus Bornstein.
Die Gettorfer Tafel-Ausgabestelle, Kieler Chaussee 33, ist freitags von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter Tel. 04346/412433.

Von Jan Torben Budde

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