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Eckernförde Wenn Kunsthandwerk Geschichten erzählt
Lokales Eckernförde Wenn Kunsthandwerk Geschichten erzählt
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12:34 13.07.2018
Gut besuchter Kunsthandwerkermarkt am Hafen von Eckernförde: Hutmacher Tobias Finke (rechts) erklärt die Vorzüge von Kaninchenhaar. Quelle: Jan-Ole Hoffmann
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Eckernförde

Von selbstgemachten Spirituosen, Kunst aus Strandgut über handgeflochtene Körbe gibt es Kreatives und Inspirierendes zum Anfassen und Kaufen. Einer der Aussteller ist Jürgen Behrend-Ullrich. Viele Menschen versammeln sich um den Stand mit der Aufschrift „Löffelbieger“, als er nebenan mit einem Hammer Metall bearbeitet.

Schmuck aus Besteck erzählt Geschichten

Doch das ist kein gewöhnliches Material. Er verwandelt in seiner Freizeit Bestecke in Schmuck. „Die Leute können mir ihr Besteck bringen, und ich bearbeite es hier. Am besten Besteck mit einer Geschichte. Dann hat man gleich den persönlichen Bezug zu seinem Schmuck.“

Besucherin Ute Honermeier aus Gnutz bei Nortorf ist nicht zum ersten Mal auf dem „Handgemacht“-Markt. „Stände wie der von Herrn Behrend-Ullrich machen mich zur Wiederholungstäterin. Man merkt einfach, dass die Künstler und Handwerker hinter dem stehen, was sie tun“, sagt sie.

Kaninchenhaar auf dem Kopf kühlt

Auch Tobias Finke kann begeistern. Vor einigen Jahren kaufte er sich einen Hut. Als der nach kurzer Zeit Farbe verlor und Finke sich mit unhöflicher Kundenberatung abquälen musste, entschloss er sich, es selbst besser zu machen. So eröffnete er einen Hut-Laden in der Nähe von Wuppertal.

„Hüte aus Kanin“ steht jetzt auf seinem Schild am Hafen. Finke: „Es sind Hüte aus Hasen- und Kaninchenhaar, die besonders den Kopf kühlen und auch im Regen standhalten. Zudem überzeugen diese Hüte durch ihre weiche Oberfläche und Belastbarkeit.“

Auch Naturbürsten können vegan sein

Gleich gegenüber des munteren Hutverkäufers steht ein Stand mit Bürsten und weckt reges Interesses. Denn Blinde vom Blindenhilfswerk in Dresden fertigen die Bürsten, Handfeger und Rasierpinsel eigenhändig.

Dabei verarbeiten sie Haare von Ziegen oder Pferden und sogar Straußenfedern. Auch vegane Varianten mit den Blattfasern der Agave sind mit im Sortiment. Auch die Kleinigkeiten machen neugierig.

Kulinarisches ist hier auch handgemacht

So offenbaren sich beim gemütlichen Bummeln Geschichten hinter jedem Stand. Sollte zwischendurch der Magen knurren, kann man an einigen Ständen handgemachte Spezialitäten probieren. Der Markt ist alle drei Tage von 10-19 Uhr geöffnet.

Von Jan-Ole Hoffmann

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