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Eckernförde Ein Defi im Auto könnte Leben retten
Lokales Eckernförde Ein Defi im Auto könnte Leben retten
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07:13 09.10.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Autos sind im Notfall fast überall in der Nähe: Deshalb setzt sich die Schwedeneckerin Alexandra Bruns dafür ein, Neuwagen mit Defibrillatoren auszustatten. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Schwedeneck

Die 43-Jährige hat selbst Erste-Hilfe-Lehrgänge absolviert. Es war ihr immer wichtig, „fit für den Notfall zu sein“. Als Alexandra Bruns vor einigen Monaten ein Auto am Straßenrand sah, habe sie gleich gedacht: „Da stimmt was nicht.“ Das Fahrzeug stand etwas schräger da, als wenn man es gezielt geparkt hätte. Tatsächlich saß eine Person regungslos auf dem Fahrersitz.

Kompetente Ersthelfer

Alexandra Bruns winkte anderen Autofahrern zu, um Unterstützung zu bekommen. Unter den Ersthelfern waren zwei Ärzte und eine Hebamme - ein Glücksfall. „Wir waren gut ausgerüstet und hatten genug Leute, die sich bei der Herz-Druck-Massage abwechseln konnten“, erinnert sich die 43-Jährige. Ein Helfer hielt den Kontakt zur Rettungsleitstelle.

Jedes Jahr mehr als 100.000 Tote

Trotz der vorbildlichen Rettungskette konnte der Mensch nicht mehr gerettet werden. Am plötzlichen Herztod sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen – Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Autos sind fast überall

Das Ereignis ließ die Schwedeneckerin nicht mehr los. Sie überlegte, wie man eine höhere Dichte von Laiendefibrillatoren, kurz Defis, schaffen und Menschen die Angst vor einer Bedienung nehmen könnte. Und kam auf die Idee, Autos zu nutzen - die sind schließlich fast überall. Wenn in Neuwagen serienmäßig Defis vorhanden wären, würden die Geräte immer weiter verbreitet, könnten die Kosten für Defis sinken.

Kritische Reaktionen

Alexandra Bruns startete eine Petition bei Change.org, diskutierte das Thema im Netz. Die Reaktionen waren eher kritisch. Doch die 43-Jährige lässt sich nicht entmutigen. In anderen Ländern seien Laien-Defis viel verbreiteter. Alexandra Bruns hält das Auto für das beste Verbreitungsmittel: „Aber vielleicht hat ja noch jemand eine bessere Idee.“

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