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Eckernförde Die Bürger reden mit
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12:51 01.11.2018
Von Christoph Rohde
Touristikmanager Stefan Borgmann stellt den Ablauf für das Erarbeiten des Tourismuskonzepts 2030 vor. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Im Klartext: Es geht um das Tourismuskonzept 2030. Die alte Richtschnur von 2007 liegt schon über zehn Jahre zurück. „95 Prozent davon haben wir abgearbeitet“, sagt Touristikmanager Stefan Borgmann. Damals war Eckernförde noch nicht als klassisches Ostseebad eingestuft, sollten sich die Touristiker mehr auf Tagesgäste als auf Übernachtungen konzentrieren. „Was wir jetzt brauchen, ist ein neues Handbuch, da der Tourismus unter anderen Vorzeichen läuft“, sagt Borgmann.

Tourismus ist zum festen Wirtschaftszweig geworden

Das heißt: Es gibt deutlich mehr Tagesgäste – auf zwei Millionen wird ihre Zahl nach einer Frequenzmessung (2017) geschätzt – und spürbar mehr Urlauber. Parallel entstanden neue Ferienwohnungen und Hotelzimmer. Während sich der Tourismus zu einem Wirtschaftszweig für Eckernförde entwickelt hat mit hoher Wertschöpfung von rund 70 Millionen Euro, gibt es auch Schattenseiten: steigende Mieten und Umwandlung von Dauer-Wohnraum in Ferienwohnungen. Borgmann: „Wir müssen aufpassen, dass im November/Dezember in bestimmten Bereichen nicht ganze Straßenzüge dunkel werden.“

Das Konzept 2030 soll die Leitplanken liefern

Um das richtige Maß zwischen Tourismus-Entwicklung und Stadtleben zu finden, soll das Tourismuskonzept 2030 die Leitplanken liefern. „Und dazu wollen wir wissen, wie die Eckernförder darüber denken“, sagt der Touristikmanager. Im Vorfeld hatten bereits Marktforscher eine Telefonbefragung mit 300 Teilnehmern durchgeführt. Die Auswertung wird in der Einwohnerversammlung vorgestellt, die um 18.30 Uhr in der Stadthalle beginnt. Das Ergebnis will Borgmann nicht vorwegnehmen. Nur soviel: „Ich hätte gedacht, dass es negativer ausfällt“.

Gesprächsforum im Stadthallenfoyer

Neben der bisherigen Tourismus-Entwicklung soll am 8. November auch der einjährige Prozess zum Konzept 2030 erläutert werden, damit alle auf dem gleichen Kenntnisstand sind. Nach dem Info-Block folgt ein Gesprächsforum im Stadthallenfoyer, bei dem die Themen im direkten Austausch mit Mitgliedern der Lenkungsgruppe, der Verwaltung und der Touristik noch einmal vertieft werden können. „Anregungen, Wünsche und Kritik sind willkommen“, sagt Borgmann. Die können zum Beispiel auf Karteikärtchen festgehalten werden.

Stellungnahmen auch online möglich

Jederzeit sind aber auch Stellungnahmen online möglich unter www.ostseebad-eckernfoerde.de. Unter dem Button „Eckernförde 2030“ ist neben vielfältigen Infos ein Feedback-Knopf gelistet. Die dort eingestellten Reaktionen würden von ihm in die Lenkungsgruppe mit eingebracht, erläutert der Touristikmanager. Im weiteren Prozess zum Konzept bieten Workshops und Zukunftswerkstätten Beteiligungs-Möglichkeiten für Bürger. Interessenten dazu können sich bereits in der Einwohnerversammlung melden.

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