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Straßenausbau-Kosten sind Knackpunkt

KN-Talk in Gettorf Straßenausbau-Kosten sind Knackpunkt

Gettorfer wollen, dass ihr Ort lebenswert bleibt, dass Senioren und Kinder nicht zu kurz kommen, die Infrastruktur stimmt, die Natur Platz hat. Beim KN-Talk am Montag fühlten die Redakteure Tilmann Post und Burkhard Kitzelmann von den Kieler Nachrichten und das Publikum Politikern auf den Zahn.

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Eingerahmt von den KN-Redakteuren Burkhard Kitzelmann (li.) und Tilmann Post standen die Kandidaten den Besucherinnen und Besuchern nach diesem Fototermin Rede und Antwort. V.l.nr. Tim Holborn (Grüne) Thorsten Wilke (FDP), Hans-Ulrich Frank (CDU), Jürgen Baasch (SPD).

Quelle: Ulf Dahl

Gettorf. Wie kann ein bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Angebot an Kita-Plätzen vorgehalten werden, ohne dass Gemeinde und Gebührenzahler zu hoch belastet werden? Was muss getan werden, um mehr bezahlbare Mietwohnungen zu schaffen?

Ist die Straßenausbaubeitragssatzung noch zeitgemäß? Wie sieht es mit dem kulturellen Leben aus? Und wie verhält es sich angesichts der regen Bautätigkeit mit dem Naturschutz? Um diese und andere Fragen ging es bei dem KN-Talk zur Kommunalwahl in Gettorf.

180 Gettorfer hörten zu und diskutierten mit

Rund 180 Wähler nutzten die Gelegenheit, sich im Kubiz über die Programme der vier am 6. Mai antretenden Parteien zu informieren. Aufmerksam hörten sie ihren Spitzenkandidaten Tim Holborn (Die Grünen), Thorsten Wilke (FDP), Hans-Ulrich Frank (CDU) und Jürgen Baasch (SPD) zu, beteiligten sich sachlich an der anschließenden Fragerunde.

Das Thema Straßenauabaubeträge, die die lokale CDU und FDP laut ihrer Wahlprogramme abgeschafft sehen möchten, bewegt offenkundig eine große Zahl von Bürgern. Das Land hat den Kommunen die Chance eröffnet, und viele Gemeinden und Städte haben sich bereits dazu bekannt.

Bestandsaufnahme zum Straßenzustand ist der erste Schritt

Gettorfs Grüne und auch die SPD machten klar, dass sie zunächst auf eine Bestandsaufnahme setzen und die Finanzen inklusive der Beiträge des Landes dafür prüfen wollen, bevor sie sich eindeutig positionieren und die Gemeindevertretung über solch einen Schritt mit finanziellen Folgen entscheidet.

Bürgermeister Jürgen Baasch: "Lange wurde zu wenig an den Straßen gemacht. Jetzt müssen wir sehen, was genau saniert werden muss. Und wenn man die Ausbaubeiträge abschafft, muss das gegenfinanziert sein. Sonst müssten wir die Grundsteuer für alle erhöhen."

Keine Einigkeit bei den Kita-Gebühren

Frank sieht ebenfalls eine Bestandsaufnahme als ersten Schritt, "damit wir wissen, ob wir auch die Kanalisation gleich mit sanieren müssen". Er sprach sich dennoch für die Abschaffung aus.

Wilke, dessen Partei die Erhöhung von Kita-Gebühren ablehnt und sich auf Aussagen des Landes beruft, den Kommunen mehr Geld dafür zur Verfügung zu stellen, warf den Kollegen Doppelzüngigkeit vor. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum man bei den Straßen auf Ausgleich vertraue, bei den Kitas aber nicht.

Für Senioren machen sich alle vier Parteien stark

Die Anlaufstelle für Senioren wollen alle vier Parteien erhalten. Die Frage nach seniorengerechtem und bezahlbarem Wohnraum sowie nach betreuten Wohnformen ohne Pflege brannte mehreren Fragestellern auf den Nägeln.

Klare Haltung zeigte Holborn. "Die Grünen setzen sich für neue Wohnformen ein, das können Mehrgenerationenhäuser oder auch Senioren-Wohngemeinschaften sein. Wir möchten eine Art Wohnbörse."

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