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Eckernförde Dreier-Pakt erzwingt Plan B für Kino-Bau
Lokales Eckernförde Dreier-Pakt erzwingt Plan B für Kino-Bau
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11:00 05.12.2018
Von Tilmann Post
Die Fraktionsvorsitzenden Bernd Hadewig (FDP, links), Katharina Heldt (CDU) und Rainer Bosse (SSW) halten an ihrem Vorhaben zur Verlegung des Skaterparks fest - und nehmen dafür einen handfesten Streit in Kauf. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Die Dreierkoalition will erreichen, dass das Kino auf dem Gelände des Skaterparks gebaut werden könnte. Mit ihrer Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen haben CDU, FDP und SSW den ersten Schritt dazu am Dienstagabend im Bauausschuss durchgesetzt - mit dem Auftrag an die Verwaltung, einen Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans vorzubereiten. Ziel ist, dass der Park von der südlichen auf die nördliche Seite des Schulwegs umzieht.

Grüne, SPD und Linke kritisierten das Vorhaben erneut scharf. Sie befürchten, dass ein neues Gebäude an der Stelle weitere Bauten nach sich zieht, womöglich mit Gewerbe. Damit falle die "grüne Lunge" zwischen Bundesstraße 76 und Bahnlinie langfristig weg, so Frauke Piechatzek (SPD).

"Halten Sie jetzt gefälligst still"

Sören Vollert von den Grünen appellierte: "Auch wenn ihr eine Ein-Stimmen-Mehrheit habt, lasst uns das nicht einfach durchwinken." Er plädierte dafür, dass zunächst geprüft wird, welche städtebaulichen Auswirkungen das Vorhaben hat. Das lehnten CDU, FDP und SSW ab. Vollerts Parteikollegin Jenny Kannengießer verwies darauf, dass die Ratsversammlung 2016 beschlossen hat, den Skaterpark nicht zugunsten eines Kinos zu verlegen.

"Damals haben wir stillgehalten, das werden Sie jetzt gefälligst auch tun", sagte Georg Bicker (CDU) mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse vor rund zweieinhalb Jahren an die Adresse der Kritiker. Seine Fraktionsvorsitzende Katharina Heldt machte klar, dass ein Kino auf dem Bahnhofsgelände auch die erste Wahl der CDU sei, der derzeitige Skaterpark solle lediglich als Optionsfläche dienen.

Tatsächlich ist noch längst nicht klar, ob das Lichtspielhaus am Bahnhof gebaut werden kann. Auf dem Areal sollen im Rahmen eines Stadtentwicklungsprojekts auch ein Verbrauchermarkt, Wohnraum und Gewerbe entstehen. Zuletzt musste wegen neuer Denkmalschutz-Auflagen umgeplant werden. Auch Verhandlungen mit der Bahn als Eigentümerin des Bahnhofsgebäudes laufen schleppend.

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