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Eckernförde Naturkostbar startet mit Verkaufswagen
Lokales Eckernförde Naturkostbar startet mit Verkaufswagen
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16:31 07.03.2019
Von Christoph Rohde
Naturkostbar: Betreiberin Simone Schmidt (links) und ihre Mitarbeiterinnen Annika Itner und Anja Unger wollen den Platz am Vogelsang-Kiosk ab Ostern zunächst mit einem Provisorium wieder mit Leben erfüllen. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Das Bauantrags-Verfahren der Stadt für den Wiederaufbau des abgebrannten Reetdach-Kiosks ist noch nicht abgeschlossen. Bauamtsleiter Timm Ohrt rechnet damit, dass die Arbeiten erst Mitte des Jahres anlaufen. Mit einer Fertigstellung wird Ende 2019 gerechnet.

Laut Ohrt ist die Verwaltung dabei, den Bauantrag „in den letzten Zügen“ zu bearbeiten. Nach einer Prüfung und Genehmigung soll mit dem Wiederaufbau des Kiosks und der Errichtung eines Nebengebäudes für Toiletten und Lagerraum „so schnell wie möglich“ begonnen werden. Der Bauausschuss hatte Anfang Dezember dem Entwurf des Architektenbüros Sunder-Plassmann zugestimmt. Auch der Denkmalschutz und die Gartendenkmalpflege gaben Grünes Licht. Im November ging die Verwaltung noch davon aus, dass der Kiosk mit der Naturkostbar „zur Saison 2019“ wieder in Betrieb gehen könne.

An Wochenenden wird an der Naturkostbar zunächst ein Verkaufswagen stehen

Doch das wird – zumindest im Kiosk – nicht gelingen. Ohrt sichert zu, dass erst das Kulturdenkmal, also der Kiosk selbst, angepackt wird. Entweder parallel oder anschließend soll dann das Nebengebäude errichtet werden. Betreiberin Simone Schmidt und ihre Mitarbeiterinnen wollen deshalb zunächst mit einem Provisorium beginnen. „Wir haben die Zusage der Stadt, den Platz aber Ostern zu mieten“, sagt sie. „Und den wollen wir mit Leben erfüllen.“ Das heißt: Zunächst wird hier an Wochenenden wieder Verkaufswagen stehen. 

Zwei Mitarbeiterinnen hat sie über den Winter weiterbeschäftigt, mit dem Ziel, ab April wieder öffnen zu können. Auch Annika Itner und Anja Unger sind zuversichtlich, „dass es irgendwie weitergeht“. Schwierig wird es hingegen in der Sommersaison werden, wenn am Kiosk gebaut wird, „Wir können unsere Gäste nicht auf einer Baustelle bedienen“, sagt Schmidt. Auch die WC-Frage ist für die Übergangsphase noch nicht geklärt. Dennoch: „Alle haben Lust, hier wieder zu starten“, sagt sie. „Wir stehen bereit.“ 

Beliebter Anlaufpunkt Naturkostbar - bis Brandstifter ein Feuer legten

Im vergangenen Juni war der kleine Reetdach-Kiosk abgebrannt, in dem sich die Naturkostbar gerade etabliert hatte. Der Treff am Borbyer Ufer hatte sich schnell zum beliebten Anlaufpunkt mit Seeblick entwickelt – bis Brandstifter das Feuer legten. Die Folgen haben jetzt die Stadt und Simone Schmidt zu tragen. Da es für eine Wiedereröffnung keine Konzession als Schank- und Speisewirtschaft ohne entsprechende Toiletten gibt, lässt die Stadt jetzt für 110<VG>000 Euro ein Nebengebäude bauen.

Dieses muss sich nach Forderung der Denkmalpflege stilistisch von dem historischen Kiosk absetzen. Es wird zwei getrennte WCs, darunter eine behindertengerechte Toilette, umfassen sowie einen Lagerraum für Außengestühl und Müll. Das Häuschen mit Satteldach soll eine dunkle, modernen Holzfassade erhalten und übernimmt die Außenlängen des Kiosks.

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